Finteler Badbetreiber bilanzieren trotz Corona ein gutes Jahr

Abschied von der Freibadsaison

Ein Sprung ins kalte Wasser u2013 dies war für die Schwimmbadbetreiber in diesem Jahr die Freibadsaison. Foto: Judith Tausendfreund
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Fintel (jt). An die 17.000 Besucher waren in diesem Sommer zu Besuch im Freibad – beileibe kein Besucherrekord, aber doch aus Sicht der Betreiber eine insgesamt positiv zu bewertende Zahl: „Wir sind zufrieden, vor allem auch weil unsere Besucher die schwierigen Monate geduldig mitgemacht haben“, erklärt Michaela Bosse.

Sie ist Schwimmmeisterin im „Bad im Wiesengrund“ und das hatte in Anbetracht das schönen Sommerwetters nun noch einmal kurz die Saison verlängert – nun ist aber bis zum kommenden Frühjahr erstmal Schluss mit Schwimmen, zumindest im Freibad. Grundsätzlich, das wissen auch die Mitarbeiter des Bades und die Gemeinde, die das Bad betreibt, ist die Saison stets und in erster Linie vom Wetter abhängig: Regnet es Bindfäden, bleiben die Besucher aus. Doch in diesem Jahr hat natürlich vor allem die Corona-Pandemie Einfluss auf die Besucherzahlen genommen – die ersten Monate konnte das Bad gar nicht öffnen. Schwimmkurse mussten ausfallen, auch Aquajogging konnte erst vor wenigen Wochen wieder angeboten werden. Zunächst mussten auch die Duschen noch kalt bleiben, nach und nach konnten die Schwimmbadbetreiber einige Einschränkungen aufheben. „Dennoch sind wir der Meinung, dass wir es hier noch ganz gut haben“, so Bosse. Das Bad biete räumlich ausreichend Platz, sich aus dem Weg zu gehen. Zwei große Türen erleichtern die Durchlüftung, in der Mittagspause wurden alle Bereiche täglich desinfiziert. „Natürlich desinfizieren wir auch zwischendurch immer wieder, es ist alles machbar“, so Bosse. Allerdings war es in diesem Sommer zum Beispiel so, dass die Kinder unter zehn Jahren nur in Begleitung einer Aufsichtsperson kommen durften. „Abstand halten fällt so kleinen Kindern einfach schwer und das können wir nicht noch zusätzlich zur normalen Betreuung der Badegäste verantwortlich übernehmen“, berichtete die Schwimmmeisterin. Durch die eingeschränkte Öffnungszeit in dieser Badesaison sind dem Bad Verluste entstanden, „so etwas kann man nicht auffangen“, so Bosse. Finanziell muss die Gemeinde einspringen. „Es war aber von Beginn an klar, dass man das auch will – gerade in der Zeit, in der es noch kaum die Möglichkeit gab, Sportangebote zu machen, war wenigstens der Besuch des Freibads wirklich wichtig für alle“, erinnert sie sich an die Anfänge der Corona-Krise.

Für den Sommer 2021 hoffen nun alle auf viel gutes Wetter und möglichst wenige Einschränkungen – und falls diese doch notwendig sein sollten, sind nun alle miteinander schon gut eingespielt.

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