Fazit zum Hurricane 2017

Friedlich feiern

Rotenburger Rundschau
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Scheeßel (nin). Keine größeren Probleme, rund um ein tolles Festival: Im Vergleich zum vergangenen Jahr, als erstmals weite Teile des Hurricanes gänzlich ins Wasser gefallen waren, fiel in diesem Jahr das Fazit von Stephan Thanscheidt vom Veranstalter FKP Skorpio eher kurz und bündig aus. Und zog damit einen Schlussstrich unter vier Tage Festivaltrubel auf den Eichenring, wo rund 78.000 Besucher zu Bands und Sängern wie Green Day, Linkin Park, Clueso und Lorde abfeierten.

Und das friedlich: Die Festivalkriminalität lag zudem nach Angaben der Polizei in einem ähnlichen Rahmen, wie in den vergangenen Jahren. Die Polizei zählte bis dahin rund achtzig Diebstähle. Es kam zu 16 Körperverletzungen und sieben Sachbeschädigungen. Unspektakulär aus der Sicht der Rettungskräfte nannte Jan Bauer vom DRK das diesjährige Hurricane. Rund 2.500 Hilfeleistungen hatten die Rotkreuzler bis zur Pressekonferenz am Sonntagnachmittag gezählt. „Es gab die festivalüblichen Verbrennungen und Frakturen“, berichtete auch die leitende Notärztin Dorothea Hebebrandt. Mit ruhig umschreibt auch Feuerwehrpressesprecher Thomas Opitz die vier Tage aus Sicht der Brandschützer. Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele lobte die Zusammenarbeit aller Rettungskräfte und Organisatoren. „Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wir bei der Anreise nicht wieder testen müssen, ob das, was wir im vergangenen Jahr perfektioniert haben, auch funktioniert“, kommentierte sie das Anreisechaos am vergangenen Donnerstag. Und dennoch: „Wir in Scheeßel sind stolz, welche Künstler hier auftreten und von woher die Leute überall herkommen.“

Denoch gab es den ein oder anderen Kritikpunkt: der schlechte Ton an der Green Stage – laut Thanscheidt Sache der Künstler. Die Pyroshow von Green Day – ebenfalls eine Entscheidung der Künstler. Und dann war da die Sache mit dem Verbot, Getränke auf das Gelände mitzunehmen. „Wir haben noch keine Erkenntnisse, wie sich das auf die Umsätze der Gastronomen ausgewirkt hat. Verzeichnet ist da nichts“, so Veranstaltungsleiter Jasper Barendregt.

Aber nach dem Hurricane ist vor dem Hurricane – der Termin ist bereits auf den 22. bis 24. Juni festgelegt, Vorverkauft läuft.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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