Fast vier Millionen Euro Baukosten

Scheeßels Rathaus ist fit für die Zukunft

Mehr Raum, mehr Luft, mehr Licht: Auch nach außen wirkt das Rathaus nach dem Umbau einladender. Fotos: Judith Tausendfreund
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Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele strahlt, keine Frage, sie ist zufrieden: „Das Rathaus zeigt sich nun endlich als das, was es auch ist: ein moderner Dienstleister in einem modernen Umfeld“, so fasst sie den neuen Start im frisch modernisiertem Rathaus zusammen. „Es ist aber vor allem auch ein Rathaus der Bürger – diese können jetzt endlich wieder stolz auf ihr Haus sein“, so Dittmer-Scheele. Das alte Gebäude sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. „Unsere Mitarbeiter sind alle froh, dass wir nun fertig mit dem Projekt sind“, so die Bürgermeisterin. Der Umzug inmitten von Corona sei auch ein Kraftakt gewesen, gibt sie zu. Das überzeugende Ergebnis sei der Lohn für all die Mühen, „nun sind alle happy“.

Auch die Ratsmitglieder freuen sich über die Modernisierung: „Die sind schon alle ganz gespannt, wie der Ratssaal nun geworden ist“, schmunzelt Dittmer-Scheele. Denn dieser wurde noch nicht eröffnet, die allerletzten Optimierungen werden noch vorgenommen. Und die sind ein Highlight in Sachen Barrierefreiheit, denn der Saal wird mit einer extra Hörschleife ausgestattet. Die spezielle Technik wird unter dem Fußboden verlegt. Der übertragene Ton kann dann später direkt in die etwaigen Hörgeräte von Besuchern gespielt werden – ein Detail, welches für die Betroffenen das Hören deutlich erleichtert. „Erfreulicherweise lagen die Kosten für diese Sache in einem durchaus akzeptablen Rahmen“, ergänzt Stefan Behrens vom Fachbereich Inneres, Schulen und Kultur. Er hat das Projekt federführend begleitet und auch den Aus- und Wiedereinzug der Mitarbeiter organisiert. Insgesamt hat das Bauprojekt 3,8 Millionen Euro gekostet, im August 2019 fing alles an, nun endlich ist das Ende absehbar. 15 verschiedene Gewerke waren an dem Umbau beteiligt.

Hier und da denken alle zusammen schon an die kommenden Aufgaben: Mit ihren Mitarbeitern wird Dittmer-Scheele nun die nächsten Schritte der Modernisierung angehen, zum Beispiel in Sachen Digitalisierung. „Wir werden in diesem Jahr die Gemeinde-Homepage auf Vordermann bringen“, weiß Behrens. Diese wird nun ein sogenanntes „responsive Design“ erhalten: Die Seite wird in Zukunft für alle Endgeräte, egal ob Smartphone, Tablet oder Computer, komfortabel zu bedienen sein. Ein Innenraumgrünkonzept soll noch erarbeitet werden. „Wir wollen uns beraten lassen, welche Pflanzen am besten geeignet sind“, so Behrens. Hintergrund dieser Idee ist der Wunsch nach einem guten Raumklima für alle Besucher und auch für die Mitarbeiter des Hauses. Auch einige Bilder sollen noch an die Wände kommen: „Es fehlen noch ein oder zwei Farbtupfer“, gibt die Bürgermeisterin zu. Sie berichtet, dass sich hierzu eine interne Arbeitsgruppe gebildet hat, die entsprechende Vorschläge zusammenstellt. So soll das „neue“ Rathaus noch etwas mehr belebt werden und auch in den letzten Details passend und harmonisch gestaltet werden. „Schade ist eben nur, dass wir momentan noch nicht regulär öffnen können“, bedauert sie. Doch solange der Lockdown anhält, müssen alle Besucher vorher anrufen und jeweils einen Termin vereinbaren. „Einen Vorteil hatte diese Zeit jetzt aber“, ergänzt Behrens. „Durch den nicht vorhandenen öffentlichen Betrieb konnten wir die Umzugsphase recht problemlos organisieren, im normalen Betrieb wäre das sicher etwas schwieriger geworden.“ Organisatorisch hätte der Lockdown der Gemeinde in die Karten gespielt, „auch wenn wir alle gerne darauf verzichtet hätten“, betont er.

jt

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