Etat im Schulausschuss Fintel

4,2 Millionen für Schulen

Schulleiter Frank Lehmann sprach sich für ein gemeinsames Digitalkonzept aus. Foto: Sünje Lou00ebs
 ©

Fintel (sl). Beim Schulausschuss der Samtgemeinde Fintel ging es jüngst ums Ganze: nämlich um die Verabschiedung des Haushaltes und damit um die Realisierung aller im Bildungssektor geplanten Investitionen sowie den Betrieb der Einrichtungen. Dabei machten es sich die Ausschussmitglieder nicht leicht und diskutierten, zum Teil leidenschaftlich, die Investitionen, bevor sie den Haushaltsvorschlag schließlich verabschiedeten, um ihn so dem Rat im Dezember vorzulegen.

Und die Aufgaben, die auf die Samtgemeinde in den nächsten Jahren zukommen, sind nicht zu unterschätzen. Als größter Posten wäre da der Umbau und die Erweiterung der Grundschule in Lauenbrück, die vorraussichtlich mit stolzen 4.235.000 Euro zu Buche schlagen wird, ohne dass dieser Betrag in Stein gemeißelt wäre. Faktoren wie die Baukostenentwicklung können noch die eine oder andere Veränderung herbeiführen.

Doch herrschte im Gremium weitgehende Einigkeit. So löste lediglich der zweite große Posten, die Digitalisierung der Schulen, intensive Debatten aus. Nach dem leidenschaftlichen Plädoyer für ein gemeinsames Digitalkonzept durch Frank Lehmann, Schulleiter der Fintauschule, bestand weitgehend Konsens. Zumindest bezweifelte niemand die Sinnhaftigkeit eines gemeinsamen Digitalkonzeptes der Grundschulen und der Fintauschule, auch um Kosten zu sparen. Dennoch zeigte sich, dass der Teufel im Detail steckt. In Bezug auf die Anschaffung von technischem Material wie Verteilerschränken, Whiteboards und Laptops gab es wenig Gesprächsbedarf. Umso mehr davon löste die Frage aus, mit welchem Aufwand das aufgebaute Netzwerk schließlich zu pflegen und auf dem neuesten Stand zu halten sei. Fünf Stunden pro Monat, verteilt auf alle drei Schulen – so sah der erste Entwurf der Verwaltung aus, den sie in Absprache mit dem voraussichtlichen Auftragnehmer erstellt hatte. Doch die Schulleiter waren sich einig, dass die Zeit in keinem Falle ausreichen würde, um den Betrieb sicherzustellen. „Der Fachlehrer, der die Arbeit in unserer Schule bisher in weiten Teilen in seiner Freizeit macht, steckt da sicherlich 20 Stunden im Monat rein“, so der Leiter der Fintauschule, die mit ihrem Digitalkonzept bereits seit einigen Jahren Erfahrungen sammelt. Da aber auch keine konkreten Zahlen vorgelegt werden konnten, einigte man sich nach langer Debatte darauf, das Kontigent zu verdoppeln, sodass den Schulen ab 2021 jeweils 3,3 Stunden Support durch eine externe Fachkraft monatlich zustehen. Die Kritiker halten dies für völlig utopisch. „Schon das Neuaufsetzten eines Servers dauert zehn Stunden“, so Kristina Muraszewski die Leiterin der Grundschule Lauenbrück. Sie zeigte sich jedoch optimitisch, dass die Gemeinde die Schulen nicht im Stich lassen werden, wenn sich zeigen sollte, dass der Aufwand schließlich deutlich über dem anvisierten Kontingent liegen sollte.

17.09.2020

Sponsorenlauf Ahausen

26.08.2020

Kinder machen Theater

13.07.2020

In Krieg und Frieden

03.07.2020

Kettensäge und Kreativität