E-Ladesäule und Tempo-30-Zonen für Scheeßeler Kernort

Neues Verkehrskonzept

Rund um das Areal Mühlenkamp und der Wilhelm-Cord-Müller-Straße soll eine Tempo-30-Zone entstehen. Fotos: Hans-Jörg Werth
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Scheeßel. Der Coronavirus stand auch auf der jüngsten Sitzung des Scheeßeler Kernortausschusses auf dem Zettel der Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele ganz oben. Bevor die Themen neuer Tempo-30-Zonen in Scheeßel und die Errichtung von E-Ladesäulen im Kernort einstimmig verabschiedet wurden, gab die Verwaltungschefin eine aktuelle Maßnahme des Landkreises weiter, die vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen schützen soll.

Im Landkreis Rotenburg gab es bei Redaktionsschluss sieben positiv getestete Corona-Fälle im Alter von 27 bis 62 Jahren. Einer der Patienten stammt t aus der Gemeinde Scheeßel. Dittmer-Scheele wies darauf hin, dass der Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen hat, wonach für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab sofort Betretungsverbote gelten. Demnach dürfen Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, für 14 Tagen nach ihrer Rückkehr bestimmte Einrichtungen wie beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser oder Heime nicht betreten. Weitere Informationen dazu und zu allgemeinen Verhaltensregeln sind unter www.lk-row.de/corona einzusehen.

Unter Leitung von Wolfgang Bassen (CDU) ging es dann auf Antrag der CDU um die Installation von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im Kernort Scheeßels. Dirk Lange (CDU) stellte zunächst das Konzept vor und drei Wege zur E-Mobilität, nämlich der private, die Installation an Bundes- und Landestraßen und Säulen für das Zwischendurchladen bei Arztbesuchen und Ähnlichem an zentralen Plätzen. Der Vorschlag der CDU-Fraktion beinhaltet je zwei Ladesäulen im Bereich Zevener Straße und Vahlder Weg. Die Gemeinde Scheeßel habe hier Nachholbedarf, in Visselhövede oder Rotenburg sowie Zeven gebe es bereits entsprechende Plätze.

Der Chef des Fachdienstes Straßen und Grün, Pedro Müller, stellte die Ergebnisse seiner Recherche beim Betreiber EWE sowie der Tochtergesellschaft EWE go – zuvor Waydo – vor. Sinnvoll sei das Betreiben durch einen professionellen Anbieter, so Müller. Die Gemeinde könnte selbst auch als Betreiber auftreten, müsste aber dann auch selbst alles koordinieren. Eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen gängigen Typs – AC Typ 1 bis zu 22KW, die vom Anbieter auf bis zu vier Anschlüsse erweiterbar ist, sei die sinnvollste Alternative, so Müller.

Beim zukünftigen Standort der Säulen gibt es im Rahmen einer guten Netzabdeckung keine riesige Auswahl, machte der Fachdienstleiter deutlich. Möglich wäre das am Vahlder Weg in Höhe Aldi und Rossmann – mit der Option der Kostenbeteiligung durch die Grundstückseigentümer – und am Marktplatz in der Zevener Straße in Höhe des früheren Sparmarktes. Dieser Standort sei aufgrund guter Netzabdeckung vorzuziehen, so Müller.

Mit der Installation einer ersten Ladesäule können erste Erfahrungen für zukünftige Infrastruktumaßnahmen gesammelt werden, war ein Tenor in der öffentlichen Sitzung.

Diskutiert wurde zudem im Ausschuss mit Wortmeldungen, inwieweit die E-Plätze „normale“ Parker ohne E-Auto blockieren könnten. Es geht immerhin um bis zu vier Stellplätze. Hier wurde die Option einer Regulierung über Parkscheiben angeregt – die beispielsweise eine Stunde Aufladen des Fahrzeuges während des Einkaufens ermögliche und trotzdem Raum für Fahrzeuge ohne E-Antrieb lasse.

Einstimmig angenommen wurde schließlich, mit einer Ladesäule zu starten. Nicht zuletzt geht es um Kosten, denn der Betreiber EWE go verdiene nach Aussage Müllers zwar am Strom zapfen, verlangt aber darüber hinaus noch eine monatliche Pauschale von etwa 280 Euro pro Säule. Der weitere Weg durch die Beratungsinstanzen bis zur positiven Ratsentscheidung könnte dann in die Beauftragung münden. Nach den Tiefbauarbeiten und der Installation ist laut Müller eine Realisierung bis zum Oktober diesen Jahres erstrebenswert.

Weiterer Themenschwerpunkt war die Ausweisung von neuen Tempo-30-Zonen für den Bereich „Mühlenkamp“ als noch übrig gebliebenes Wohngebiet ohne Kilometerbeschränkung in Scheeßel. Betroffen sind die Straßen Mühlenkamp, Schlehenweg, Ginsterweg, Fliederstraße, Rosenstraße, Nelkenstraße und Wilhelm-Cord-Müller-Straße. Auch hierzu gab es eine einstimmige Verabschiedung zur Umsetzung. Separat soll auf Nachfrage von Anwohnern zu belastendem Lastwagenverkehr mit erhöhten Geschwindigkeiten eine Anfrage an den Landkreis Rotenburg rausgehen, ob eine Beschränkung auf 7,5 Tonnen möglich ist.

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