Digital: SV Jeersdorf investiert

Sport mit Tablet und Ringlicht

Tanztraining mit Headset und Ringlicht: So könnte die digitale Zukunft für die Übungsleiter des SV Jeersdorf, hier Bettina Rathjen, aussehen.
 ©Ulla Heyne

Jeersdorf (uh). Die Zukunft ist digital – das stellen in Zeiten der Pandemie nicht nur Arbeitgeber und Schulen fest, sondern auch die Vereine. Beim SV Jeersdorf fackelte man nicht lange, sondern schuf nun Fakten: 15.000 Euro aus dem Vereinssäckel gab der erste Vorsitzende Frank Rathjen des 417 Mitglieder zählenden Sportvereins für die digitale Technik aus.

Darunter sind nicht nur Mikro und Ringlicht für die Webcam, um mögliche Online-Trainingsstunden zu filmen, die schon bald auf dem vereinseigenen Youtube-Kanal hochgeladen werden könnten. Auch ein großer Stapel Tablets soll zeitnah an die Übungsleiter ausgeteilt werden. Die sind gleich in mehreren Sparten vonnöten: In einigen wettkampf-orientierten Sportarten wie Fußball ist das digitale Vorhalten der Spielerpässe Usus. Im Tanzen, der zahlenmäßig größten Abteilung, sollen vom Verein gekauften Songs von den Trainerinnen aus der vereinseigenen Cloud heruntergeladen und abgespielt werden können. „Darüber hinaus ist wichtig, dass sie die Songs pitchen können, also in dem Tempo abspielen, der dem Lernstand der Gruppe entspricht“, erläutert Rathjen. Dazu würden die portablen Geräte mit einer speziellen Software ausgestattet. Zusätzlich wird das Sporthaus mit einem eigenen PC-Arbeitsplatz ausgerüstet: „Die Zeiten, wo der Vorstand Vereinsbelange vom eigenen PC aus regeln musste, sind vorbei“, frohlockt der erste Vorsitzende.

Eitel Freude herrscht im Luhner Weg, wo der Verein sein Sporthaus unterhält, indes (noch) nicht, denn das Live-Streamen von Trainingseinheiten ist mangels Internetanschluss vorerst noch Zukunftsmusik. „Aber auch daran arbeiten wir“, verspricht Rathjen. Das ist auch dringend notwendig, will der Verein doch in der kommenden Saison in E-Football einsteigen – und da braucht es nicht nur schnelle Köpfe und Finger, sondern auch entsprechende Leitungen. Für die technische Nachrüstung und Herrichten der Räumlichkeiten stehen die Chancen momentan gut, sind die Fördertöpfe einiger Institutionen doch Corona-bedingt nicht gerade leer. So hat der findige Vorsitzende ein Programm des Bundes zur Förderung von Sportstätten aufgetan, „bei dem wären bei Beantragung durch die Gemeinde 100 Prozent Zuschüsse zu erwarten.“

28.02.2021

Landpark Lauenbrück

12.02.2021

Winterlandschaft in Rotenburg

22.12.2020

Weihnachtsbilder

29.10.2020

Herbstfotos der Leser