Die „Wölfe“ feiern die Einweihung ihrer Waldgruppe - Von Klaus-Dieter Plage

Bei Sonne und Regen

Kleine und große Entdecker hatten viel Spaß an den einzelnen Stationen. Foto: Klaus-Dieter Plage
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Helvesiek. Seit August vergangenen Jahres tummeln sich im Waldstück am Helvesieker Friedhof 14 kleine Wölfe. Nun kamen kleine Bären zu Besuch, denn die Waldgruppe des Helvesieker Kindergartens feierte gemeinsam mit den Kindern aus der Kindertagesstätte „Bärenhöhle“ offizielle Einweihung.

Ulrike Hoppe überbrachte die Glückwünsche des Samtgemeindebürgermeisters und übergab einen Geschenkgutschein. „Die Mitarbeiter im Rathaus haben sich bei der Gestaltung des Gutscheins künstlerisch betätigt“, erklärte sie. Damit kann die Waldgruppe nun ein Kletterseil anschaffen. Ratsvorsitzender Rüdiger Bruns meinte, dass die Samtgemeinde mit der Waldgruppe pädagogisch Neuland betreten hat. Eine Reihe von Hindernissen mussten überwunden werden, bevor sie ihren Betrieb aufnehmen konnte. Kurz waren die offiziellen Reden, denn die Kinder standen im Mittelpunkt. Fünf Spielstationen waren aufgebaut, an denen sie Windspiele basteln, Vogelfutter herstellen, einen Schatz suchen und sich im Tannenzapfenweitwurf messen konnten. Zur Stärkung hatten die „Wolfs-Eltern“ ein Picknick vorbereitet.

Im hübsch restaurierten Bauwagen gab es eine Ausstellung über den Alltag im Wald und das pädagogische Konzept. Das Besondere an der Waldgruppe ist, dass die Kinder nicht durch Mauern eingeschränkt sind und viel Platz zum Entfalten haben. „Sie nehmen sich selber und andere wesentlich intensiver wahr“, so Gruppenleiterin Wiebke Hornbostel. Egal ob es regnet oder schneit, es geht hinaus und die Kinder freuen sich auf den Erlebniswald. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken. Mit allen Sinnen erleben sie die vier Jahreszeiten. Der Bauwagen dient in erster Linie als Materiallager, wird aber auch zum Aufwärmen genutzt. „Auch haben wir schon mal im Bauwagen gefrühstückt. Aber normalerweise essen wir im Wald“, berichtet die Erzieherin.

Vorgefertigtes Spielzeug gibt es kaum, denn der Wald bietet jede Menge Interessantes aus der Natur. „Ein Stock kann alles sein – ein Schwert oder man kann mit ihm buddeln“, sagte Hornbostel. Aus Stöcken können die Kleinen eine Hütte bauen, die Bäume bieten ein Klettergerüst. „Unsere Prämisse ist, dass wir den Kindern nicht helfen, auf einen Baum raufzukommen, wenn sie es nicht selber schaffen. Denn ein Kind, das selbst hochklettert, ist auch so sicher, dass es sich dort festhalten kann“, sagte die Gruppenleiterin. Von den größeren Kindern sehen sich die Jüngsten dabei viel ab. „Sie schauen sich das an und überlegen, ob sie das auch können“, so Hornbostel. Ausgelegt ist die Waldgruppe für 15 Kinder. Ab August sind noch einige Plätze frei. Weitere Informationen erteilt Gerlinde Holst unter Telefon 04267/1720. Anmeldungen nimmt die Samtgemeinde entgegen.

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