Combi-Markt: Bebauungsplan in die nächste öffentliche Auslegung

„Alle Einwände aufgearbeitet“

Scheeßel (acb). Wann genau mit den Bauarbeiten für den geplanten neuen Vollsortimenter begonnen werden kann, ist noch nicht ganz raus. Sicher ist aber, dass ein weiterer Schritt geschafft ist. Der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt der Gemeinde Scheeßel hat die Änderungen am vorhabenbezogenen Bebauungsplan in seiner vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde hat sich später in einer nichtöffentlichen Sitzung dieser Empfehlung angeschlossen.

„Es wurden ausführlich alle Einwände im Vorfeld aufgearbeitet und in der Sitzung besprochen“, erklärt Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. Dabei habe es nur geringfügige Änderungen gegeben und auch nicht alle Gemeinden oder Ämter hätten Einwände geäußert. „Der geplante kleine Verkaufsshop ist nicht mehr drin, ansonsten hat es keine großen baulichen Veränderungen gegeben.“ Es seien hauptsächlich textliche Formulierungen, die angepasst werden müssten. Der geplante Backshop im Markt werde bleiben. „Durch den Verzicht wird der Markt an sich aber nicht größer, sondern die Verkaufsfläche insgesamt verringert“, so Dittmer-Scheele.

Viel gab es in den vergangenen Monaten zu bedenken: Unter anderem die Überprüfung des Verkehrs an der Kreuzung, ob die Zu- und Abfahrten in Ordnung sind oder ob das Vorhaben zu groß für Scheeßel sei, alles sei aufgearbeitet worden. Die Gemeinde hatte ein Einzelhandelskonzept erstellen lassen, es habe eine Verträglichkeitsstudie gegeben, ob alle Gebote eingehalten werden.

Gegenwind gab es vor allem von der Edeka-MIHA-Immobiliengesellschaft. Diese sieht durch den Combi-Markt, der auf dem Gelände zwischen Bremer Straße und Mühlenstraße am Amtsvogteipark entstehen soll, Existenzprobleme für ihren Vollsortimenter und die anhängenden kleinen Märkte. Auch die Gemeinde Lauenbrück äußerte ihre Bedenken hinsichtlich des dortigen Edeka-Marktes. In der Abwägung über die während der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen heißt es, sie sieht „durch dieses Vorhaben eine Beeinträchtigung der Versorgungsfunktion des Grundzentrums Lauenbrück gegeben“. Diese und andere Bedenken hat die Gemeinde Scheeßel nochmals geprüft, unterstützt von Katharina Staiger, Projektleiterin bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA). Aber: „Der Laden ist in seiner Existenz nicht gefährdet, das Vorhaben ist zulässig“, unterstreicht Dittmer-Scheele die Auswertungen.

Nun geht der Bebauungsplan in eine erneute öffentliche Auslegung. In den nächsten Tagen soll sie bekannt gemacht werden, dann bleiben etwa vier Wochen, um Bedenken oder Einwände zu äußern. Anschließend geht der Plan zunächst noch einmal den Weg durch den Fachausschuss, den Verwaltungsausschuss sowie den Rat. Die Bünting Gruppe hofft derweil weiterhin auf eine Eröffnung im Herbst 2018.

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Ann-Christin Beims Ann-Christin Beims
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