Bufdis der Samtgemeinde Fintel / Teil 2: Kindertagesstätten

Große Wertschätzung

Monique Wiebke (von links), Michelle Seefried, Hendrik Dangschat, Denise Bedey und Nele Rischbode haben viel Spaß in den Kindergärten. Foto: Ann-Christin Beims
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Lauenbrück (acb). Windeln wechseln, beim Essen helfen, zum Mittagsschlaf fertig machen, hauswirtschaftliche Aufgaben erledigen und natürlich ganz viel spielen: Die Liste der fünf Bufdis in den Kindertagesstätten der Samtgemeinde Fintel ist vielfältig. Für die Rundschau berichten sie, wie sie auf den Bundesfreiwilligendienst (BFD) aufmerksam geworden sind und erzählen von ihren Erfahrungen.

„Bei den Kindergarten-Bufdis ist zum Beispiel der pflegerische Anteil aus den Alltagssituationen heraus natürlich größer als in den Schulen“, erklärt Koordinatorin Kim Holsten von der Samtgemeinde. Gemeinsam ist allen Bufdis, dass sie Seminare in Ritterhude besuchen und die Tagesstätten-Bufdis können ebenfalls den Übungsleiterschein machen.

Hendrik Dangschat möchte Psychologie studieren und dann in den Bereich Jugendarbeit. Daher bot sich die Überbrückung als Bufdi bis zum Studienbeginn an. Jetzt ist er im Kindergarten Löwenburg. „Ich mache viele hauswirtschaftliche Arbeiten, bin in der Küche und spiele natürlich mit den Kindern“, erzählt er. Langweilig wird es nicht, denn „man hat immer was zu tun“. Nur erzieherische Aufgaben übernehmen die Fachkräfte. „Wenn Eltern uns nach ihren Kindern fragen, verweisen wir sie an die Erzieherinnen“, sagt der 18-Jährige.

Auch Michelle Seefried ist in der Löwenburg untergekommen. Sie beginnt im April eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und nutzt die Möglichkeit, bis dahin einige Monate als Bufdi zu arbeiten. Auf das Programm ist sie durch einen Schulvortrag aufmerksam geworden. Neben den Essensvorbereitungen und anderen Aufgaben muss sie sich manchmal als Streitschlichter betätigen. „Besonders draußen kabbeln sie sich gerne. Wir gucken uns da viel von den Erziehern ab, wie sie das regeln und bekommen immer Hilfe“, erzählt die 17-Jährige, die ab und an auch schon bei den ganz Kleinen in der Krippe war.

Denise Bedey arbeitet im Kindergarten Vintloh-Zwerge in Fintel. Die ausgebildete Metallbauerin ist während der Suche nach einer Anstellung auf den BFD aufmerksam geworden. „Durch die Erfahrung kann ich mir die Arbeit mit Kindern gut vorstellen, wenn es danach nicht mit einem Job in meinem gelernten Beruf klappt“, erklärt die 24-Jährige. Sie ist in der Krippe eingesetzt, wo sie viel mit den Ein- bis Dreijährigen spielt und mithilft, wenn es zum Mittagsschlaf geht.

Auch Monique Wiebke ist bei den Vintloh-Zwergen, aber im Kindergarten. „Eine Klassenkameradin von mir macht ein Bufdi-Jahr in der Lindenschule, ich habe mich dann danach erkundigt und auch dafür entschieden“, sagt die 19-Jährige. Zu dem Zeitpunkt sei sie noch nicht sicher gewesen, ob sie eine Ausbildung als Erzieherin machen möchte. Mittlerweile fühlt sie sich in ihrem Berufswunsch bestätigt. „Es macht wirklich Spaß“, erzählt sie.

Im Kindergarten Bärenhöhle in Helvesiek gibt es seit August Unterstützung: Nele Rischbode war nach der Schule unsicher, was sie machen soll und hat sich dann für das Bufdi-Jahr entschieden. „Der Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, hat sich bei mir gefestigt“, äußert sich die 17-Jährige, die im August eine Ausbildung zur Pflegeassistentin beginnt. Sie würde dann gerne weiter mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Valeria Heeney ist im Stemmer Kindergarten Zwergenhöhle unterwegs. „Wir können nach der elften Klasse die Schule verlassen und mit dem BFD die Fachhochschulreife erhalten. Das wollte ich gerne nutzen“, erzählt die 19-Jährige, die viel mit den Kindern spielt und ihnen vorliest. Die Vorweihnachtszeit habe ihr dabei besonders viel Spaß gemacht. „Wir haben gebastelt und gebacken. Auch der Nikolaus war da und alle Kinder waren aus dem Häuschen, das war schön anzusehen.“

Alle Bufdis freuen sich, wie gut sie von den Kindern angenommen werden. „Und auch die Wertschätzung der Erzieher und Eltern ist sehr groß“, fügt Seefried hinzu. „Mein Gruppenleiter hat gesagt, es ist, als wäre ich schon ewig da. Wenn man das hört, weiß man, man macht hier definitiv was richtig“, freut sich auch Dangschat. Der Abschied von den Kindern im Sommer wird ihnen allen ebenso wie den Schul-Bufdis sicherlich schwer fallen.

• Interessierte können Bewerbungen für den Sommer 2018 für alle Schulen und Kindergärten (auch Vahlde) einreichen. Kim Holsten nimmt diese entgegen und steht für Fragen unter 04267/930012 oder per E-Mail an holsten@sgfintel.de zur Verfügung.

Autor

Ann-Christin Beims Ann-Christin Beims
 04261 / 72 -431
 ann-christin.beims@rotenburger-rundschau.de

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