Bürgerbusverein Fintel zieht Bilanz und hat viel vor

„Frischer Wind“

Hans-Jürgen Schnellrieder (von links), Eckbert Habeck, Werngard Freyn und Karl-Heinz Poludniok Foto: Klaus-Dieter Plage
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Fintel/Westervesede (age). Zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen hat der Vorstand des Bürgerbus Vereins der Gemeinde Fintel die Fahrer eingeladen. In seiner Begrüßungsrede meinte Hans-Jürgen Schnellrieder, Vorsitzender des Vereins: „Es ist vorbildlich, wie alles hier funktioniert. Deshalb freue ich mich, dass ich bei euch mitmachen darf“. Er betonte außerdem, dass man zukünftig noch mehr für die ehrenamtlichen Fahrer machen wolle.

„Ich habe immer gesagt, beim Ehrenamt bringt man die Zeit mit, nicht das Geld. Neben der Zeit die wir mitbringen, wollen wir auch noch etwas Vergnügen haben“, betonte der Vorsitzende.

Er nutzte die Gunst der Stunde und überreichte an Eckbert Habeck einen großen Präsentkorb. Habeck ist ein Fahrer der ersten Stunde des Fintau-Shuttles. Nach 248 Einsätzen im Linienverkehr und einigen Sondereinsätzen verlässt er mit fast 80 Jahren den aktiven Dienst des Fintau-Shuttles. Schnellrieder dankte dem altgedienten Fahrer für seinen unermüdlichen Einsatz.

Vor fünf Jahren hat Habeck, mit 74 Jahren, seinen Personenbeförderungsschein gemacht. „Damals habe ich mir das Ziel gesetzt einmal pro Woche zu fahren“, erinnerte sich der Fahrer und fügte hinzu: „Das Schöne an dem Busfahren ist, dass man viele Menschen kennenlernt. Man unterhält sich über alles Mögliche“. Oft hat er den Fahrgästen geholfen. Auch bei Dingen, die nicht direkt mit dem Bürgerbus etwas zu tun hatten. „Ich hatte viel Glück in meinem Leben gehabt und da habe ich gesagt, jetzt kannst du auch mal etwas zurückgeben“, erklärte Habeck einen seiner Beweggründe warum er zum Bürgerbus kam. Seit dem Start des Fintau-Shuttles, vor fünf Jahren, verkehrt der Bus zwischen Großenwede und Scheeßel unfallfrei. Und das ist ein Verdienst nicht zuletzt der umsichtigen Fahrweise von Habeck und seinen freundlichen und stets hilfsbereiten Fahrerkollegen. „Niemals leichtsinnig werden und die Ruhe bewahren“, war die Devise von Habeck. Lobende Worte fand er auch für seine Mitstreiter: „Die Gemeinschaft unter den Fahrern ist einmalig“.

Einiges hat sich der Vorstand des Finteler Bürgerbus Vereins für die Zukunft vorgenommen. „Man kann durchaus sagen, wir haben mit dem neuen Vorstand frischen Wind in den Verein gebracht. Es bewegt sich etwas. Es ist keine Rentnertruppe, die sich mit sich selbst beschäftigt“, meinte Schnellrieder.

Die Zusammenarbeit zwischen den Bürgerbus Scheeßel, Schneverdingen und Rotenburg wurde verstärkt. „Mit Schneverdingen und Scheeßel wollen wir ein Fahrerpool aufbauen, um eine größere Einsatzflexibilität zu bekommen“, erklärte der Vorsitzende. Drei Fahrer aus Schneverdingen haben sich bereit erklärt in dem Pool mitzuarbeiten. „Noch machen wir die ersten Gehversuche. Aber es sieht vielversprechend aus“, meinte Schnellrieder.

Mit der Einführung des HVV-Tarifes möchte der Vorstand neue Wege gehen. „Wir müssen Überlegungen anstellen, wie wir die Leute vom Wohnort zum Bahnhof bekommen“, berichtete der Vorsitzende. Der HVV-Tarif sei hauptsächlich für Pendler interessant. Die führen morgens zwischen fünf und acht Uhr und abends zwischen 16 und 18 Uhr mit der Bahn. „In dieser Zeit haben wir als Bürgerbus momentan kein Angebot. Es würde Sinn machen, morgens und abends jeweils zwei Fahrten anzubieten. Lösungen haben wir schon, aber keine Fahrer“, erklärte Schnellrieder.

Er und seine Vorstandskollegen wollen eine neue Dynamik ins Bürgerbus-Geschäft bringen. Die Frage, die sie sich immer wieder stellen, ist, wie können wir unser Angebot verbessern. „Die Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Ruf-Bus. Über eine App auf dem Smartphone kann man dann sehen, wo sich zurzeit der Bus befindet. Der Verein muss sich der Neuzeit anpassen und der Mobilität der Menschen“, erklärte der Vorsitzende. Eine Änderung in der Fahrplangestaltung gibt es mit dem Fahrplanwechsel. Früher waren die Fahrpläne an den Haltestellen in einem A4-Format. Für ältere Leute war die Schrift kaum zu lesen. An allen 45 Haltestellen werden die Schilder ausgewechselt und zukünftig mit einem Fahrplan in A3 Größe bestückt.

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