Beton- und Stahlbetonbauer Dennis Behrens setzt sich durch - Von Christine Duensing

Auf Bundesebene abgesahnt

Klaus Eichhorn, Beco-Ausbildungsleiter, Kurt Meyer, Obermeister der Baugewerks-Innung Rotenburg, Dennis Behrens und Beco-Inhaber Martin Behrens (von links) Foto: Duensing
 ©Rotenburger Rundschau

Früh übt sich, wer ein Meister werden will – oder anders: Wer schon in jungen Jahren interessiert in sein favorisiertes Berufsumfeld hereinschnuppert, kann später auch schon mal zum Bundessieger gekürt werden. So erlebte es Dennis Behrens, der seine Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer bei Beco Hoch- und Ingenieurbau in Scheeßel absolviert hat – und das mehr als erfolgreich.

„Auf seinem Zeugnis stand sowohl für seine theoretischen als auch für seine praktischen Leistungen eine glatte Eins“, erzählt Martin Behrens, Vater von Dennis Behrens und Inhaber der Firma Beco, stolz. Auch Ausbildungsleiter Klaus Eichhorn ist voll des Lobes für seinen ehemaligen Schützling: „Das hat er sich alles selbst erarbeitet. Er hat sich von Anfang an gut ins Unternehmen eingefügt und schnell seinen Platz bei uns gefunden. Das war quasi ein Selbstläufer.“ Dennis Behrens hat seinem Vater und dessen Arbeitskollegen schon lange vor Beginn seiner Ausbildung fleißig und interessiert über die Schultern geschaut. „Ich habe schon als Jugendlicher im Betrieb ausgeholfen und als Ferienjobber versucht, die anderen zu unterstützen“, so der 20-Jährige. Wann seine Leidenschaft für den nun erlernten Beruf entfachte, kann er deshalb zeitlich gar nicht mehr genau festmachen. „Ich bin quasi hereingeboren“, so der frisch ausgelernte Beton- und Stahlbetonbauer. Martin Behrens: „Der Beruf ist sehr vielseitig und dabei eher unbekannt. Jeder weiß, was ein Maurer macht, aber kaum jemand ahnt, dass Betonbauer beispielsweise Fundamente, Säulen oder Treppen herstellen.“ Durch seine sehr gute Benotung wurde er direkt nach seiner Gesellenprüfung – die er im Übrigen bereits nach zwei, nicht nach drei Jahren ablegte – zum Innungsbesten der Baugewerks-Innung Rotenburg ernannt. Was darauf folgte, war die Auszeichnung zum Kammersieger. Ganz offiziell wurde Behrens für seine Leistungen in Stade von der Handwerkskammer Lüneburg im feierlichen Rahmen geehrt. Beim Landesentscheid in Hannover galt es dann, sein praktisches Können erneut unter Beweis zu stellen. „Da reisen die frisch Ausgebildeten morgens an und bekommen vor Ort spezielle Aufgaben gestellt. Die sind schon recht anspruchsvoll und die Teilnehmer haben zuvor keinen blassen Schimmer, was sie erwartet. Groß vorbereiten können sie sich im Vorfeld also nicht. Es ist wie eine Art zweite Gesellenprüfung“, so Eichhorn anerkennend. Doch die Prüfungskommission entschied: Behrens gewinnt den Wettbewerb des Deutschen Handwerkes und wird somit Landessieger. Die Ehrung fand in Celle statt. Auch danach war noch kein Ende der Karrieresprünge in Sicht: Der 20-Jährige wurde auch noch zum Bundesentscheid nach Bühl in Baden-Württemberg geladen. „Klar, da haben sich die Termine ziemlich gehäuft in den vergangenen Wochen, aber es hat mir jedes Mal Spaß gemacht und Erfahrung gebracht. Deswegen wollte ich auch dort gern teilnehmen“, erklärt Behrens. Gesagt, getan: Wieder winkte dem frisch Ausgelernten eine knifflige Aufgabe: „Wir mussten eine T-förmige und achteckige Säule bauen und hatten dazu nur wenige Stunden Zeit. Einfach war das nicht, manche um mich herum sind auch gar nicht fertig geworden.“ Behrens hingegen gelang der Bau und so heimste er auch den Titel des Siegers auf Bundesebene ein, wofür er in Mannheim eine Urkunde, eine Medaille sowie ein Preisgeld vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe entgegennehmen konnte. Nach all den turbulenten Zusatzprüfungen hat sich Behrens nun dazu entschieden, erst einmal seine Fachhochschulreife nachzuholen und eventuell auch ein Studium zum Bauingenieur dranzuhängen. „Am Wochenende werde ich aber regelmäßig bei Beco aushelfen“, so Behrens.

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