Bauhofvorarbeiter geht zum Tag der Arbeit in Vorruhestand

„Helmut kriegt das hin“

Ina Petersen (links außen) sowie Käthe Dittmer-Scheele und Pedro Müller (rechst außen) überreichten Blumenstrauß und Präsente für Helmut und Heike Dittmer Fotos: Hans-Jörg Werth
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Scheeßel. 19 Jahre war der Scheeßeler Bauhof in der Rudolf-Diesel-Straße, heute bekannt als Fachdienst Straßen und Grün, die berufliche Heimat von Helmut Dittmer. Jetzt wurde der Westerescher und gelernte Landwirt von Kolleginnen und Kollegen liebevoll verabschiedet. Dittmer (64) geht zum 1. Mai 2020 in Vorruhestand. Soviel ist aber auch klar: Als umtriebiger Nebenerwerbslandwirt wird keine Langeweile aufkommen.

Für die erste Überraschung an seinem letzten Arbeitstag sorgte das Team des Fachdienstes mit seinem Chef Pedro Müller bereits am frühen Morgen. „Um 5.30 noch Vieh verladen, schnell ab in die Dusche und dann stand plötzlich ein beheizter Planwagen vor der Haustür“, sagt Dittmer und schmunzelt noch immer. Über den Umweg zum Bäcker ging es dann zum letzten Mal zur Arbeitsstelle und kurz darauf dann zum Abschiedsfrühstück in das Beeke-Zentrum, dem Übergangsquartier der Bürgermeisterin.

Käthe Dittmer-Scheele fand ebenso warme Worte wie Ina Petersen vom Personalrat. Mit dabei in gemütlicher Runde waren auch Fachbereichsleiter Stefan Behrens und Dittmers direkter Chef, Pedro Müller. Der leitet die neun Mann starke Truppe und muss zukünftig auf Dittmer verzichten. „Nachher gibt’s noch eine Abschiedsparty beim Bauhof“, kündigte der schiedende Vorarbeiter an. Auch eine private Feier in Westeresch solle in der nahen Zukunft noch folgen.

Das offizielle Zeitfenster für den Winterdienst ist zwar geschlossen und es wird wohl zum Glück nicht mehr soviel kommen. Bei Wind und Wetter kümmerte sich Dittmer mit seinen Kollegen in der Gemeinde unter anderem um den Baum- und Strauchschnitt, um das Freimachen von Gräben und um Arbeiten an öffentlichen Gewässern.

„Helmut stand und steht für absolute Zuverlässigkeit, ob früh am Morgen oder mitten in der Nacht, der Helmut kriegt das hin“, verabschiedete die Bürgermeisterin den 64-Järigen „mit einem weinenden Auge“ in den verdienten Vorruhestand. Sie erinnere sich noch gerne an die tolle Zusammenarbeit während der 1200-Jahr-Feier Scheeßels. „Helmut war überall im Einsatz, bis hin zum Müll einsammeln. Aus tiefstem Herzen sage ich, Helmut wird fehlen.“

In Erinnerung geblieben ist Dittmer auch ein Einsatz, als das Telefon wegen eines Unfalls in der Bahnhofstraße kurz vor Mitternacht klingelte.

Nach 19 Jahren im Dienst der Gemeinde, seit April 2015 als Vorarbeiter, ist nun ein neuer Lebensabschnitt eingeleitet. Wie will Dittmer die gewonnene Freizeit zukünftig nutzen? Eine Reise nach Wien mit seiner Frau sei schon in Planung. „Zum Frühjahr muss das Land ja wieder bestellt werden,“ sagen Dittmers. Auch für die freiwillige Ortswehr Westeresch wird Dittmer weiter dabei sein.

„Der Nachfolger von Helmut Dittmer und somit neuer Vorarbeiter des Bauhofs wird Willi Barthels,“ bestätigt Behrens. Mit einem Augenzwinkern fügt er noch hinzu, dass Dittmer eine der ersten Einstellungen in seiner Zeit als Verantwortlicher gewesen sei. „Er ist somit später gekommen als ich selbst und geht jetzt bereits früher. Da mache ich mir schon so meine Gedanken“, so der stellvertretende Bürgermeister.

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