Auch in Coronazeiten steht das Sportabzeichen hoch im Kurs

Medaille frei Haus

Stützpunktleiter Friedrich Cordes (rechts) überraschte seinen "Assistenten" Johann Lambrecht mit einer Urkunde.
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Scheeßel (uh). Friedrich Cordes und Johann Lambrecht sind wohl eine Art „Dreamteam“, nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch darüber hinaus, wenn sie dieser Tage beim Verteilen der Sportabzeichen gesichtet werden. Denn die kommen dieser Tage für die 159 Absolventen des Fitnessnachweises frei Haus, „die jährliche Sportlerehrung ist ja nicht“, wie Cordes konstatiert. Als Stützpunktleiter für das Sportabzeichen nennt er den schlappe zehn Jahre älteren Mitstreiter ein wenig im Scherz „meinen Assistenten“, der Satz „Harry, hol schon mal den Wagen“ sei jedoch noch nie gefallen.

Seit 20 Jahren sind die beiden in der Saison sonntags unermüdlich im Stadion Waidmannsruh anzutreffen, nicht nur als Prüfer, sondern auch als Teilnehmer. Den Rekord von 53 Sportabzeichen kann Cordes wohl niemand hier streitig machen, allerdings nehmen sich Lambrechts 43 Abzeichen mindestens ebenso eindrucksvoll aus, wenn man bedenkt, dass der Wahl-Scheeßeler 87 Lenze zählt. Zehn Prüfer nahmen auch in der von Corona überschatteten Ausnahmesaison mit drei Wochen Verspätung ab Ende Mai die Sportabzeichen ab, und die Hobbysportler – neben den vielen „Wiederholungstätern“ immerhin zwölf Neuzugänge – dankten es ihnen durch zahlreiches Erscheinen. Besonders freut Cordes, dass auch dieses Mal viele Familien, zum Teil sogar mit drei Generationen wie die Familie Dreemann/Henning aus Wittkopsbostel, gemeinsam den Weg ins Stadion finden. Einen Rekord stellte Anthea Berulla auf, die als Jugendliche die höchstmögliche Anzahl an Abzeichen erhielt, nämlich zwölf für die Teilnahme von sechs bis 17 Jahren. Ebenfalls rekordverdächtig: die 40. Teilnahme von Edeltraut Beuck. Eingebrochen seien die Zahlen bei den Vereinsgruppen und Schulklassen, „das war organisatorisch wohl nicht zu stemmen“, so Cordes.

Selbst das Nutzungsverbot des Sportplatzes ab November hielt die Hobbysportler nicht vom Laufen und Werfen ab. Für Teilnehmer, die den Leistungsnachweis für Bewerbungen benötigten, fand das Prüferteam andere Wege, in diesem Fall sogar Strecken: „Den letzten 3000-Meter-Lauf haben wir im Dezember in Westeresch abgehalten, dort gibt es Kilometersteine“, erzählt Cordes; der letzte Ballwurf wurde auf dem Bolzplatz absolviert. Er hofft, dass der Sportplatz rechtzeitig zur neuen Saison ab Mai wieder genutzt werden und er dort neben den „Stammgästen“ auch viele Neue und auch Gruppen begrüßen kann. „Der Erwerb des Sportabzeichens wird von vielen Krankenkassen honoriert“, betont er, für die Teilnahme sei keine Vereinsmitgliedschaft erforderlich. Desinfektionsspray für Hände und Wurfgeräte stehen bereit – und „Assistent“ Lambrecht steht auch schon in den Startlöchern.

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