17 Kinder erfahren Umwelt und Natur hautnah auf dem Acker - Von Alina Lyuleeva-Husemann

Ran an die Kartoffel

Die Kinder machten sich auf dem Feld an die Arbeit und erfuhren dabei so einiges über die Kartoffel. Foto: Alina Lyuleeva-Husemann
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Riepe. Welche Insekten sind auf den Ackerflächen unterwegs? Wie wachsen Äpfel – und wie wird aus ihnen Apfelsaft? Die Antworten auf Fragen wie diese Kindern in der Region näher zu bringen ist bereits seit 20 Jahren das Anliegen des Umweltbildungszentrums Wümme. Kürzlich kreisten die Fragen der Kleinen vor allem um eine Feldfrucht: die Kartoffel.

17 Kinder waren dabei, als es auf den Ackerflächen des Holderhofes von Landwirt Klaus-Peter Hagel und unter Anleitung der Diplombiologin Anja Schulenberg auf die Spuren der tollen Knolle ging.

Und das mit tierischer Hilfe, denn wie in alten Zeiten zogen Schleswiger Kaltblüter den Pflug, der die Kartoffeln ans Tageslicht beförderte. Danach waren die Kinder gefragt, sie mit vereinten Kräften und in schonender Handarbeit aufzusammeln.

Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, Eierlauf mit den Kartoffeln, Sackhüpfen und Basteleinheiten vervollständigten das Programm. Für rund 2,5 Stunden war Teamwork angesagt.

Neuerlerntes verstehen und anwenden, die Nähe zu der Natur und vor allem die Kombination mit Spaß sorgen dafür, dass das Projekt des Umweltbildungszentrums Wümme seit zwei Jahrzehnten sein junges Publikum anspricht. „Denn die Natur sollte hautnah und nicht aus dritter Hand erlebt werden“, betont Schulenberg, mit der das Projekt vor zwei Jahren auch in Riepe seinen Anfang gefunden. Bei alldem ist Schlechtwetter kein Thema. „Denn auch das gehört dazu“, sagt sie.

Jedes halbe Jahr können Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren an einer Kursreihe teilnehmen. Alle 14 Tage stehen die Ausflüge ins Grüne auf dem Programm, und jedes Mal gibt es Neues zu erleben. Viele Kursreihen werden angeboten: Ob Wiese, Lüfte, Wald, oder Flüsse, alles decken die Organisatoren ab. Die Projekte werden den Jahreszeiten angepasst, wobei die Kinder die Möglichkeit haben die vier Lebensräume mit Spiel und Spaß zu entdecken und gemeinsam zu erforschen.

So wird zum Beispiel im Frühjahr 2021 die Anpflanzung eines Blühstreifens wieder zum Thema. Diese Aktion musste Schulenburg in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie absagen.

Das Konzept kommt gut an, denn viele der Kinder sind Jahr für Jahr dabei, so dass sich dort mittlerweile Kinder immer wieder begegnen und auch Freundschaften entstehen. „Wir haben aber auch oft neue Gesichter dabei“, berichtet Schulenberg. Es ist ein Herzensprojekt für sie, sie will die Motivation, gemeinsam etwas von klein auf an für die Umwelt zu tun, vermitteln. „Die Kinder sollen verstehen und erleben. Sie bekommen viel mit und können es weitertragen.“

Weitere Informationen zum programm und zu den Anmeldungen gibt es im Internet unter www.ubz-wuemme.de.

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