14. Backofenfest in Ostervesede am Sonntag, 5. August

Nach altem Brauch

Wiebke Peters und Dieter Bellmann suchen die Utensilien für das Backofenfest zusammen. Foto: Ann-Christin Beims
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Ostervesede (acb). Wenn der Duft von frischem Butterkuchen und warmem Brot am Sonntag, 5. August, über das Gelände rund um die Backstube, den Schafstall und die Webstube neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Ostervesede zieht, kann das nur eines bedeuten: Der Veeser Backobenklub lädt von 14 bis 18 Uhr zum 14. Backofenfest ein.

Und die letzten Vorbereitungen dafür laufen bereits. Am Wochenende werden noch die Tische, Bänke und ein großes, schattenspendendes Zelt sowie die Bühne aufgebaut. Der Teig für die Brote wird schon am Samstag angesetzt, da er einen Anteil Sauerteig hat. „Da kommen Sonntag die restlichen Zutaten dazu, dann muss er eine Stunde gehen und dann können wir die Laibe formen“, erklärt Wiebke Peters.

Um 8 Uhr morgens fangen die Heizer bereits an, damit der Ofen bis um 11 Uhr so heiß ist, dass der die Bleche mit Kuchen reingeschoben werden können. „Unser Butterkuchen ist sehr beliebt, da kommen immer viele Besucher vorbei“, freut sich Peters. Früher war auf jedem Hof so ein Backofen, in dem das Brot für die Bauersfamilie gebacken wurde. Die Höfe haben sich oft gegenseitig geholfen. „Wenn einer angeheizt hat, haben die anderen ihr Brot mit reingetan“, so Peters. „Es ist ein Relikt aus dieser Zeit, dass die Frauen hier im Ort ihren Butterkuchen Zuhause vorbereiten, dann mit den Blechen ankommen und sie in den Ofen schieben. Das gibt einen anderen Geschmack im Holzfeuer, als Zuhause im Ofen.“ Der Kuchen nimmt ein wenig von der Hitze aus dem alten Backofen, sodass im Anschluss die Brotlaibe abgebacken werden können. Für die Mitglieder des Backobenclubs Routine: „Wir backen normalerweise bis zu 100 Brote im Monat für die Vereinsmitglieder. Sie sagen uns vorher, wieviele Brote sie haben möchten“, berichtet Peters. „Jeden ersten Samstag im Monat wird gebacken“, ergänzt der Vorsitzende Dieter Bellmann. Das Backen dauert etwa eineinhalb Stunden und vom Wetter hängt ab, wie gut der Ofen angeheizt werden kann. „Es darf nicht zu kalt, aber auch nicht schwül-warm sein. Unser normales Schietwetter ist eigentlich am besten“, sagt Peters und lacht. Auf dem Backofenfest gibt es aber nicht nur etwas zu essen, der Klub bietet auch ein Programm mit Tanzvorführungen und Gesang an. Die örtlichen Vereine wie der Spielmannszug Ostervesede und die Roten Funken beteiligen sich ebenso wie Gruppen aus der Umgebung. Darunter sind die Trachtengruppe Klein Meckelsen und die Landjugendgruppe aus Westervesede, auch die Heeslinger Tänzer kommen mit einer Kinder- und einer Erwachsenengruppe vorbei. „Es ist ein gemischtes Programm mit abwechselnd Tanz und einer anderen Vorführung, unsere Senioren singen zum Beispiel ebenfalls“, so Peters. Außerdem sorgen die Dörpsmuskanten für die musikalische Begleitung während des Nachmittags. Zudem stellen die Weberinnen ihre Produkte aus. Der Backobenklub, der im Jahr 1991 gegründet worden ist, hat derzeit 185 Mitglieder, das jüngste ist 17 Jahre, das älteste mehr als 90 Jahre alt. Der Klub hat die Gebäude auf dem Gelände mit viel Eigenleistung neu aufgebaut und liebevoll restauriert. „Wir haben viele Handwerker im Verein“, sagt Peters. In der Webstube stehen alte Webstühle und Spinnräder, auf deren Dachboden haben die Mitglieder ein kleines Museum mit alten Werkzeugen eingerichtet.

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Ann-Christin Beims Ann-Christin Beims
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