Wendland-Park über das Corona-Jahr in den Werken

„Die Sorge war noch nie so groß“

Jutta Wendland-Park ist Geschäftsführerin der Rotenburger Werke.
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg (db). Jutta Wendland-Park ist Geschäftsführerin der Rotenburger Werke. Sie hat in diesem Jahr die digitalen Medien schätzen gelernt, Begegnungen und Nähe ersetzen diese für sie jedoch nicht.

In wieweit hat das Coronavirus Ihre Arbeit verändert?

Wendland-Park: Der Schutz der Menschen, die bei uns leben und arbeiten, ist schon immer ein wichtiges Element meiner Arbeit gewesen. In dieser Pandemie nun haben wir in den Rotenburger Werken die vorhandenen Hygienemaßnahmen im Sinne der neuen Regelungen massiv verschärfen müssen, um unserer Bewohner und auch die Mitarbeiterschaft zu schützen. Fast alle Aktivitäten und Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Zudem haben digitale Medien und Homeoffice-Angebote, wo es möglich ist, verstärkt Einzug gehalten. Die Sorge um die Menschen bei uns war noch nie so groß wie in den vergangenen Wochen.

Welche positiven Aspekte sehen Sie?

Wendland-Park: Noch nie war die Solidarität aller so gefordert wie in diesem Jahr. Zum Wohle anderer musste Verzicht geübt werden und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat dies umgesetzt. Auch in den Rotenburger Werken halten Mitarbeiter und Bewohner diese Regeln strikt ein und bilden in dieser schwierigen Zeit eine starke Gemeinschaft. Darauf bin ich stolz. Außerdem hat dieser Verzicht mich daran erinnert, was wirklich zählt: eine solidarische Gemeinschaft, Familie, persönliche Begegnungen, Umarmungen, kulturelle Veranstaltungen ... Für mich ist der Glaube zudem ein Anker, der mir Kraft und Mut gibt.

Was planen Sie für das kommende Jahr?

Wendland-Park: Ich habe in den vergangenen Wochen mehr als einmal erlebt, dass Planungen nicht realisiert werden konnten. Deshalb plane ich für das nächste Jahr persönlich nichts. Ich bin froh, wenn es uns gelingt, die Pandemie zu besiegen und dankbar, wenn wir diese zweite Welle alle ohne gesundheitliche Schäden überstehen. Das ist mein größter Wunsch.

Worauf freuen Sie sich nach der Rückkehr zur Normalität am meisten, und wieso?

Wendland-Park: Ich habe zwar digitale Medien in dieser Zeit schätzen gelernt. Dennoch ist mir bewusst geworden, dass sie letztlich die persönliche Begegnung und Nähe niemals ersetzen können. So freue ich mich, wenn ich wieder mit Familie, Freunden, Mitarbeitenden und Nachbarn zusammenkommen, kulturelle Veranstaltungen besuchen und irgendwo mit lieben Menschen Essen gehen kann. Und das auch noch ohne Maske. Ein schöner Gedanke. In den Rotenburger Werken freue ich mich darauf, wenn endlich wieder Arbeit und Beschäftigung in gewohntem Maße sowie Freizeitaktivitäten, Feste und Veranstaltungen ohne Abstand und Maske stattfinden können. Unsere Bewohnerschaft musste in 2020 auf vieles verzichten.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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