Volkshochschule Rotenburg stellt neues Programm vor - Von Klaus Müller

Maskenloser Unterricht

Seit 2008 führt Michael Burgwald die Volkshochschule in Rotenburg. Mehr als 150 Dozenten stehen ihm mit vielfältigen Angeboten zur Verfügung.
 © Foto: Klaus Müller

Rotenburg. „Das Coronavirus hat vieles bei uns verändert. Wir selbst haben dazugelernt, wir haben neue Ideen entwickeln müssen und einige Vorhaben bereits jetzt in die Tat umgesetzt“, sagt Michael Burgwald, Leiter der Volkshochschule Rotenburg bei der Vorstellung des neuen Kursprogramms, das am Montag, 7. September, startet.

„Wir verzeichnen in diesem Jahr weniger Anmeldungen. Risikopersonen halten sich zurück. Aber ich bin unter den schwierigen Umständen insgesamt zufrieden“, so Burgwald weiter.

220 Kurse werden in der VHS angeboten, nur wenige Veranstaltungen mussten bislang abgesagt werden. Burgwald hofft, dass in den nächsten Tagen „noch weitere Anmeldungen ankommen“ und erklärt: „Wir werden weniger Teilnehmer in jedem Kurs aufnehmen können. Die Pandemie zwingt uns zu einem durchgängigen strengen Hygienekonzept, das wir auf jeden Fall einhalten werden.“

In den Fluren des Kantor-Helmke-Hauses gibt es eine Maskenpflicht. „Nur bei den Kursen selbst muss keine Maske getragen werden“, erklärt Burgwald. Sie werden in den Räumen der VHS angeboten, aber auch in den Gemeindesälen der Stadtkirche und in der katholischen Kirche. „Wir sind den Kirchen außerordentlich dankbar, dass sie ihre Gemeindesäle angeboten haben.“

Auch im Rathaus, im Heimathaus, in den Schulen sowie in Scheeßel und in Visselhövede stehen Räums zur Verfügung. Für alle Bereiche liegt ein hygienisches Konzept vor.

Burgwald rechnet mit finanziellen Einbußen. Aber durch die Unterstützung der Stadt könnten diese in Grenzen gehalten werden. Probleme gebe es jedoch für einige Dozenten, die ihren Vollerwerb auf die VHS-Einnahmen abgestellt haben. Burgwald: „Aber auch da sehe ich Land in Sicht.“ Etwa 150 Dozenen sind für die VHS Rotenburg aktiv.

Erstmals wird die Volkshochschule Web-Seminare anbieten. Dieser Schritt zu mehr Digitalisierung sollte eigentlich erst später kommen, Corona sei es zu „verdanken“, dass sie schon früher starten. „Wir versprechen uns davon sehr viel“, sagt Burgwald. Allerdings sollen die internetbasierten Angebote nach seiner Einschätzung die Arbeit vor Ort auch langfristig nicht gänzlich ablösen können.

Der kulturelle Rahmen, der die VHS nun schon seit Jahren umgibt, wird bleiben. „Wir bereiten einige größere Veranstaltungen in den kommenden Monaten vor, für die wir wegen der Begrenzung der Besucherzahlen um Anmeldung bitten“, so Burgwald. Er freut sich, dass am Freitag, 11. September, Kabarretist Jan Peter Petersen vom Alma-Hoppe-Theater aus Hamburg in Rotenburg gastiert. Am 8. Oktober gibt es einen musikalischen Abend mit der Konzertpianistin Anna Folger, die an diesem Abend auf einem neuen Yamaha-Flügel spielt.

Burgwald schaut mit einem positiven Gefühl nach vorn und hofft darauf, dass die Arbeit seines Teams, vor allem die intensive Vorbereitung, in diesem Semester Früchte trägt.

Gestartet ist die VHS bereits mit der Abendhauptschule, zu der noch weitere Teilnehmer stoßen können.

• Weitere Informationen über das aktuelle Herbst- und Winterprogramm gibt es unter www.vhs-row.de.

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