Vernissage im Rathaus wegen Sturm verschoben - Von Judith Tausendfreund

Buntes Rotenburg

Superintendent Michael Blömer (von links), Bürgermeister Andreas Weber, Künstlerin Barbara Brockmann, Dorothea Schwegler vom Jugendmigrationsdienst und Angela Hesse, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, laden zu einem Besuch ein.
 © Foto: Judith Tausendfreund

Rotenburg. Flexibilität, das ist eine Eigenschaft, die aktuell von allen gefordert ist, die sich an das Thema Veranstaltungen herantrauen. Denn trotz aller Bemühungen muss von Zeit zu Zeit umgeplant werden. So erging es nun auch Barbara Brockmann, die ein Atelier für Kunst und Therapie unterhält und Dorothea Schwegler vom Jugendmigrationsdienst.

Beide haben eine sehenswerte Ausstellung auf die Beine gestellt und diese sollte nun auch offiziell eröffnet werden. „Wir hatten die Idee, die Vernissage draußen auf dem Pferdemarkt stattfinden zu lassen“, erklärte Schwegler. Dies hätte den Vorteil mit sich gebracht, dass man eben draußen an der Luft ist, gut Abstand halten kann und wenig Ansteckungsgefahr durch die Veranstaltung erzeugt. Bürgermeister Andres Weber stand ebenfalls schon bereit, um ein Grußwort zu sprechen – doch das Wetter machte den Initiatoren einen Strich durch die Rechnung.

„Wir haben ausgerechnet heute strömenden Regen und Sturmböen, da mussten wir die Eröffnung absagen“, berichtete Brockmann. Doch die trübe Laune konnte schnell gerettet werden, denn kurzerhand beschlossen alle Beteiligten, die offizielle Eröffnung nachzuholen. Schon jetzt können die 86 Bilder bewundert werden, in den großen Fensterfronten des Rathauses sind sie aufgestellt. „Es haben viele Bürger mitgemacht, von ganz jung bis ganz alt“, so die beiden Initiatorinnen. Kitas, Besucher der Autismus-Ambulanz, heilpädagogische Einrichtungen und viele andere waren aktiv.

Das Motto „Wir machen uns das Leben bunt in Rotenburg“ sollte die Teilnehmer auffordern, gerade in der Zeit des Lockdowns kreativ zu werden. „Dabei sind viele und spannende Sichtweisen zum Thema Corona entstanden“, so Brockmann.

„Bewusst haben wir gesagt, dass die Bilder auf Papier und nicht auf Leinwand entstehen sollen, damit möglichst viele mitmachen“, fügte Schwegler hinzu, ein niederschwelliges Angebot. „Wir wollen die Menschen dort erreichen, wo sie sich gerade befinden“, ergänzte auch Angela Hesse, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, Träger des Jugendmigrationsdienst und ergänzte: „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis, es ist großartig, was da von unseren Mitarbeitern in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde.“

Die Ausstellung an sich zeige nicht nur die Werke, sondern biete zudem auch viel Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Und solche Gespräche sind gerade in Krisenzeiten wohltuend und wichtig“, so Hesse weiter.

„Die ganze Aktion ist toll, und wir freuen uns, dass endlich mal wieder Kunst in unserem Rathaus zu sehen ist“, so der Bürgermeister. Gerade das Rathaus sei ein Haus der Bürger, und diese sollten das Haus eben auch als Ort, an dem man Kunst erleben kann, wahrnehmen. „Die offizielle Eröffnung holen wir definitiv nach, dass ist ja auch eine Wertschätzung für die Künstler. Vor allem die Kinder, die sich beteiligt haben, wollen wir einladen“, so Weber.

Termin ist am Dienstag, 8. September, um 17 Uhr. Ausstellungsende ist am 29. September. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr zu sehen.

17.09.2020

Sponsorenlauf Ahausen

26.08.2020

Kinder machen Theater

13.07.2020

In Krieg und Frieden

03.07.2020

Kettensäge und Kreativität