Unverpackt-Laden „Stück vom Glück“ eröffnet Ende April - Von Dennis Bartz

„Die Vorfreude wächst von Tag zu Tag“

Antje (links) und Anja Doil besprechen mit Tischler Onne Tietje die letzten Details des Tresenbaus.
 ©Foto: Dennis Bartz

Rotenburg. Die To-do-Liste wird immer kürzer, und die Zwillingsschwestern Anja und Antje Doil aus Rotenburg fiebern dem Startschuss genauso entgegen wie viele Menschen im Landkreis und darüber hinaus – aber wegen des Coronavirus verzögert sich die Eröffnung des Unverpackt-Ladens „Stück vom Glück – Unverpackt einkaufen in Rotenburg“ noch bis Ende April.

„Unser Tresen ist fast fertig, die Kasse ist eingerichtet und einige lange haltbaren Lebensmittel wie Nudeln und Haferflocken haben wir ins Lager geräumt, außerdem einige Drogerieartikel wie Seifen – unsere Vorfreude steigt von Tag zu Tag“, erklären die Doil-Schwestern.

Sie verzichten wegen des geltenden Kontaktverbots auf besondere Aktionen zum Start: „Das holen wir aber auf jeden Fall nach. Wir werden zunächst einfach die Türen aufmachen, wenn wir soweit sind, und bitten die Menschen nur dann zu kommen, wenn sie wirklich etwas kaufen möchten. Zum Kennenlernen sind alle von Herzen eingeladen, sobald die Kontaktbeschränkungen aufgehoben sind, denn die Gesundheit steht über allem.“

Anja und Antje Doil haben inzwischen erfolgreich ihre Hygieneschulung absolviert und werden wegen des Coronavirus besonders penibel darauf achten, dass alle Kunden ohne Risiko einkaufen können: „Die Standards für Unverpackt-Läden sind ohnehin besonders hoch. Lose Lebensmittel befinden sich in sogenannten Bins und rieseln direkt ins Gefäß des Kunden, einen direkten Kontakt mit den Händen gibt es also nicht“, betont Antje Doil.

Was nicht „rieselfähig“ ist, befindet sich in Behältern, die durch einen Spuckschutz vor der Verunreinigung mit Tröpfchen geschützt sind. „Durch Abfüllhilfen wie Schaufeln, Handschuhe, Zangen und Trichter kommen Lebensmittel zudem nicht in Kontakt mit den bloßen Händen. Die Hilfsmittel werden genauso wie die Griffe der Lebensmittelspender regelmäßig desinfiziert“, ergänzt Anja Doil. Außerdem stellen Kunden ihre Gefäße selbst auf die Kassenwaage, sodass die Mitarbeiter sie nicht berühren. „Um größtmögliche Hygiene zu gewährleisten, bieten wir selbstverständlich die Möglichkeit, bargeldlos mit EC-Karte zu bezahlen“, so Antje Doil.

Kunden, die einen „Stück vom Glück“-Gutschein erwerben möchten, haben dazu jetzt schon Gelegenheit und können diesen per E-Mail an unverpackt-rotenburg@posteo.de bestellen. „Innerhalb von Rotenburg bringen wir die Gutscheine mit dem Rad direkt zum Kunden, auch der Postversand ist aber möglich. Kunden zahlen bequem per Rechnung.

Nach der Eröffnung bieten Antje und Anja Doil zudem einen Lieferservice an: „Wir werden das Angebot nach und nach auf einen Radius von etwa 35 Kilometern ausbauen. Langfristig können wir uns auch vorstellen, weitere Filialen zu eröffnen.“

So funktioniert der Einkauf im „Stück vom Glück“: Kunden bringen ihre Gefäße von zu Hause mit. Das können Tupperdosen sein, Beutel, Glasbehälter oder auch ausgediente Haferflocken-Tüten. Es ist zudem möglich, Gläser, Beutel und Baumwoll-Säckchen im Unverpackt-Laden zu kaufen. Außerdem gibt es Gläser kostenlos zum Mitnehmen. „Von Kunden für Kunden, wir spülen diese vorher aus“, erklärt Antje Doil.

Im ersten Schritt legen die Kunden ihre Behälter auf eine Waage und notieren das Ausgangsgewicht. Danach kann der Einkauf starten. Die Kunden füllen hinein, was sie brauchen. Sie gehen anschließend zur Kasse, wo die Behälter noch einmal gewogen werden, um den Preis zu ermitteln.

• „Stück vom Glück – Unverpackt einkaufen in Rotenburg“ ist ab Ende April montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr, sowie samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.facebook.com/unverpacktrotenburg/.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
 04261 / 72 -430
 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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