U 16-Nationalmannschaften von Deutschland und Österreich trennen sich torlos im Ahestadion - Von Dennis Bartz

Aufgalopp der Stars von Morgen

Im Kampf um den Ball musste so manches Trikot der Zerreißprobe standhalten.
 ©Dennis Bartz

Rotenburg. Luca Unbehaun, Per Lockl, Erkan Eyibil und Oliver Batista-Meier – diese Namen sagen wohl nur echten Fußball-Experten etwas. Doch das könnte sich in ein paar Jahren ändern. Denn es sind alles Spieler der Deutschen U 16-Nationalmannschaft, die sich am vergangenen Freitag im Ahestadion ein über weite Strecken sehenswertes Duell mit Österreich lieferte.

Vor 2.200 Zuschauern hieß es am Ende zwar torlos 0:0, aber enttäuscht darüber, keinen Treffer gesehen zu haben, war hinterher niemand. Denn die Begegnung war Werbung für den Jugendfußball – und nicht zuletzt Werbung für die ganze Stadt.

Ein beliebtes Fotomotiv war DFB-Maskottchen „Paule“, der während der Begegnung durch die engen Zuschauerreihen streifte. Nach Schlusspfiff durch Schiedsrichter Simon Rott (TuS Komet Arsten) nutzen vor allem die Jugendlichen dann die Chance, Selfies mit den Stars von morgen zu machen, beziehungsweise sich deren Autogramme zu sichern. „Ich kannte zwar keinen einzigen Spieler – aber dass sie etwas drauf haben und es weit bringen können, hat man gesehen“, erklärte der elfjährige Michel aus Rotenburg.

Alle Nachwuchskicker sind längst bei einem Profiteam unter Vertrag und erfahrungsgemäß wird einigen der Sprung in die Bundesliga gelingen. Vielleicht sogar mehr als das: Auch viele Nationalspieler haben die Jugendmannschaften des DFB durchlaufen, ehe sie zum ersten Mal von Jogi Löw berufen wurden.

DFB-Präsident Reinhard Grindel, Ex-Bundesliga-Trainer André Breitenreiter sowie Talentscouts verschiedener Profivereine hatten sich unter das Publikum gemischt. Der ein oder andere Name wird dabei sich im Notizblock gelandet sein, denn das Spiel war ein 0:0 der besseren Sorte: Die Zuschauer erlebten ein packendes Spiel, in dem die Alpenkicker den besseren Start erwischten und nach acht Minuten die Führung auf dem Fuß hatten. Der Schuss von Noah Eyawo (Sturm Graz) landete jedoch nur im Außennetz.

Nach und nach kam Deutschland besser ins Spiel und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Angetrieben durch den quirligen, wenngleich oft hin und wieder zu ballverliebten Kapitän Per Lockl vom VfB Stuttgart nahm die Elf von Trainer Michael Prus das Heft zusehends in die Hand. Lockl war es auch, der die erste Großchance hatte: Er scheiterte jedoch an Valerian Hüttner (Austria Wien) im Tor der Österreicher.

Prus, der die Mannschaft erst im August übernommen hatte, konnte vor allem mit dem Spiel seines Teams in der zweiten Halbzeit zufrieden sein und erklärte nach Schlusspfiff: „Wir haben hier ein intensives Spiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften gesehen. Beide haben sich nichts geschenkt und rassige Zweikämpfe geführt.“

Grindel sagte nach dem Abfiff: „Das war ein hochklassiges Spiel vor einer tollen Kulisse.“ Er lobte die Arbeit des Rotenburger SV, dessen Organisation federführend Marketingchef Paul Metternich geleitet hatte. Dieser gab die Lorbeeren umgehend an den JFV und dessen Jugendleiter Peter Meyer weiter: „Ich bedanke mich für die tolle Unterstützung – vielleicht ist es an der Zeit, dass der JFV das nächste Spiel dieser Art in Eigenregie plant.“

Dass es bei der Begegnung auf beiden Seiten trotz einiger hochkarätiger Chancen nicht zu einem Torerfolg reichte, war überraschend.

Denn treffen die beiden Nachwuchsteams aufeinander, sind Tore eigentlich garantiert: In den vergangen 16 Jahren spielten die beiden Mannschaften zwölfmal gegen einander. Dabei fielen 44 Tore. Deutschland siegte dabei zum Teil deutlich mit 6:2, 6:1 und 4:0.

Und auch im zweiten Aufeinandertreffen am vergangenen Montag in Delmenhorst lief es wieder besser für die deutschen U 16-Junioren. Gegner war erneut der Nachwuchs aus Österreich. Im Stadion an der Düsternortstraße siegte die Mannschaft von DFB-Trainer Prus 2:0 (2:0).

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Dennis Bartz Dennis Bartz
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