Ticketpreise im Ronolulu steigen / Sanierung verzögert sich - VON GUIDO MENKER

Es gibt wieder Tageskarten

Irena Carstens und Volker Meyer haben neben den Gäste, auch die Energiebilanz des Ronolulu im Blick.
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Rotenburg – Von Samstag an sind für die Gäste im Rotenburger Erlebnisbad Ronolulu auch wieder Tageskarten im Angebot. Das teilen die Leiterin des Bades, Irena Carstens, sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke Rotenburg (SR) in einem Gespräch mit der Kreiszeitung mit.

Die Preise dafür sind allerdings gegenüber den bisherigen Tarifen für die Tagestickets angestiegen: Kinder zahlen jetzt fünf statt bisher vier Euro, Erwachsene neun statt bislang 6,50 Euro. Für Kurzzeitschwimmer bleiben die anderen Tickets allerdings weiterhin im Angebot. Diese Kosten vier Euro für anderthalb Stunden – für jede weitere Stunde werden 1,50 Euro fällig. Kinder-Tickets kosten 2,50 Euro für anderthalb Stunden – bei ihnen kommt für jede weitere Stunde noch einmal ein Euro obern drauf. Die Dauerkarten bleiben im Preis stabil.

Die Rückkehr der Tagestickets geht einher mit dem Start der neuen Freibad-Saison am Samstag im Ronolulu. Gute Nachricht passend dazu allen voran für die Kinder, die Schwimmkurse besuchen oder schon bald besuchen möchten: Das Hallenbad bleibt aller Voraussicht nach bis Ende der Sommerferien, möglicherweise bis Ende des Jahres weiterhin geöffnet. Danach hatte es zuletzt erst nicht ausgesehen, denn nach wie vor sind die Stadtwerke als Betreiberin des Schwimmbades mit einer umfassenden Sanierung beschäftigt. Im Spätsommer sollte eigentlich die Renovierung des Daches sowie der Fassaden starten. „Das verzögert sich allerdings“, erklärt Volker Meyer.

Hintergrund des späteren Starttermins: Es hat eine Ausschreibung der Architekten-leistung und nun einen Architektenwechsel gegeben. Als Nächstes geht es um die Vorbereitung der Ausschreibung für die eigentlichen Arbeiten. Ob es in diesem Jahr noch mit den Arbeiten losgehen kann, sei fraglich. An einer anderen Stelle indes gehen die Sanierungsarbeiten, die die Stadtwerke im Ronolulu auf dem Zettel haben weiter: „Es geht um das Herzstück – die Energiezentrale.“ So formuliert es Geschäftsführer Volker Meyer.

Der wesentliche Teil dieser Energiezentrale befindet sich im Keller des Bades – künftig soll dieser in einem neuen Gebäudeteil an der Hinterseite des Erlebnisbades untergebracht werden. Dort soll unter anderen ein zweites Blockheizkraftwerk entstehen. Das sei nicht nur moderner, sondern auch effizienter. Schon jetzt kommt überwiegend Bio-Methan zum Einsatz, um das Wasser in den Schwimmbecken auf Temperatur zu bringen – nur zu 23 Prozent wird dafür klassisches Erdgas genutzt. „Dieses Verhältnis möchten wir noch weiter verbessern“, sagt Meyer. Zusätzlich sei es zwingend erforderlich, die gesamte Technik auf den neuesten Stand zu bringen.

Dach, Fassade, Energiezentrale und ein Absenken der Wassertemperatur: Das alles ist einerseits in den Maßnahmen begründet, die im Zuge des Klimawandels erforderlich werden, andererseits spielt auch die aktuelle Energiepreiskrise eine wichtige Rolle. Die Preise schießen durch die Decke – und immer noch droht ein Lieferstopp für Gas aus Russland. Es gibt Schwimmbäder, die den Gästen noch deutlich kühleres Badewasser anbieten oder sogar schließen. So weit ist es im Ronolulu noch nicht, betont Meyer. Er spricht von einem „sinnvollen Umgang“ mit Energie. Aber er spricht auch von den Preisen, die mittlerweile aufgerufen werden. Und die, so der Geschäftsführer, ließen sich auch mit den jetzt festgelegten, neuen Preisen für die zurückkehrenden Tageskarten bei weitem nicht auffangen.

Es gibt aber noch einen Punkt, an dem der Schuh drückt – und das nicht nur in Rotenburg, sondern eigentlich bundesweit: Die Corona-Pandemie hat sämtliche Bäder in ihrem Bemühen zurückgeworfen, Kindern das Schwimmen beizubringen. Es gibt einen Ausbildungsstau, der in manchen Regionen zu Wartelisten führt, wonach es bis zu zwei, mancherorts sogar bis zu drei Jahre dauern kann, ehe ein Platz zu bekommen ist. „So schlimm ist es bei uns nicht“, erklärt Irena Carstens. Das Ronolulu, sagt sie, führe keine Wartelisten, aber es können – ähnlich wie schon vor Corona – zu Wartezeiten von bis zu sechs Monaten kommen.

Immerhin sind nicht mehr nur die Seepferdchenkandidaten an fünf Tagen in der Woche im Wasser, sondern nun auch die fortgeschrittenen Anfänger, die an Bronze, Silber und Gold arbeiten. Die Vergabe der Plätze erfolgt über das Internet – und da muss man schnell sein: „So ein Kurs ist oft schon nach einer halben Stunde voll.“ Zehn Plätze sind es jeweils. Bis zu den Sommerferien wird nicht mehr viel gehen.

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