Superindent Blömer informiert über Maßnahmen zum Schutrz im Kirchenkreis

„Kirche lebt vom Miteinander“

Bis zum 19. April fallen sämtliche Gottesdienste in den Kirchen wie hier in Visselhövede aus.
 ©Rotenburger Rundschau

Landkreis Rotenburg (r/db). „In dieser Situation werden wir viel Kreativität brauchen“, sagt Superintendent Michael Blömer über die Beschlüsse im Kirchenkreis Rotenburg als Folge des neuartigen Coronavirus: „Wenn Gottesdienste, besonders zu Ostern, Konzerte und Veranstaltungen der Gemeinde ausfallen, dann trifft das uns schon sehr. Kirche lebt ja von dem Miteinander der Menschen.“

Und genau dies müsse nun neu gestaltet werden. Über das Telefon oder über das Internet. „Dabei dürfen wir gerade jetzt nicht die Menschen vergessen, die allein leben“, so Blömer.

Grundsätzlich gelten demnach für alle Kirchengemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises zwar die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden. Aber auch das Gebot der Nächstenliebe verpflichte die Kirche, alles Mögliche zu tun, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit Leben zu schützen. Als Folge dessen sagt der Kirchenkreis bis zum 19. April alle Gottesdienste, Konzerte, Veranstaltungen, Freizeiten und den Konfirmandenunterricht ab.

Nach den Richtlinien von Bundesregierung und Bundesländern, die per Erlass umgesetzt werden, sind Zusammenkünfte in unseren Kirchen untersagt. Daher können auch bereits terminierte Taufen und Trauungen nicht mehr stattfinden. „Dies gilt genauso für Trauerfeiern in Kapellen. Beerdigungen können nur noch im engsten Familienkreis im Freien auf dem Friedhof durchgeführt werden“, erklärt Blömer.

In den meisten Gemeinden werden außerdem die Konfirmationen auf einen späteren Termin verschoben. Zu den Geburtstags- oder Ehejubiläen werde es in der Regel keine persönlichen Besuchen mehr geben. „Die Pastoren, Diakone und Kirchenmusiker sind für alle weiterhin telefonisch erreichbar und ansprechbar“, kündigt Blömer an. Es gibt weitere Maßnahmen: So werden vielerorts die Kirchenbüros für den Besucherverkehr zwar nicht mehr zugänglich sein, aber noch per Telefon und E-Mail erreichbar. „Über die Internetseite des Kirchenkreises und der einzelnen Gemeinden erhalten Interessierte aktuelle Informationen“, so Blömer.

Er ergänzt in Bezug auf das Diakonische Werk: Beratungen dort würden bereits hauptsächlich telefonisch geführt. Nur für die Schwangerschaftskonfliktberatung gebe es die Weisung des Landesamtes, diese unbedingt persönlich durchzuführen. Blömer: „Frühstückstreffs und Mittagstisch sowie sämtliche Gruppen und Veranstaltungen fallen aufgrund der neuesten Weisungen von Bund und Landkreis zunächst bis zum 19. April aus, Angela Hesse bietet dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr eine Notfallberatung zur Stabilisierung der Teilnehmenden der Frühstückstreffs an.“

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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