Stadt fällt zehn Robinien in der Goethestraße

„Massiver Pilzbefall“

Die Goethestraße ist für den Durchgangsverkehr zu schmal u2013 das Problem will die Verwaltung langfristig angehen.
 © Foto: Judith Tausendfreund

Rotenburg. Es besteht Handlungsbedarf auf Rotenburgs Straßen– langfristig, aber auch kurzfristig. Dies erläuterten Bürgermeister Andreas Weber, Baumbeauftragte Nicole Austel und Stadtplaner Clemens Bumann in einem gestern einberaumten Pressegespräch. Recht kurzfristig, so die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, müssen nun insgesamt zehn Robinien in der Goethestraße gefällt werden. „Die Bäume haben einen massiven Pilzbefall“, so Austel.

Zum einen ist ein Befall mit dem Lacksporling festgestellt worden. Der aggressive Baumpilz sei ein Schwächeparasit, der zu einer hohen Bruch- und Wurfgefahr führe. Zum anderen sind die Bäume mit dem Glimmertintling bewachsen. Dieser lebt von morschem Holz, „wenn der Pilz sich ansiedelt, ist es in der Regel schon zu spät“, führte Austel aus. Leider könne man gegen den Befall nicht wirklich etwas tun – daher fälle man die Bäume jetzt vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Die Baumfällungen stehen im kommenden Januar oder spätestens im Februar an. „Wir müssen eine zwei- bis dreitägige Verkehrssperrung vornehmen“, erläuterte Bumann den zeitlichen Ablauf der Maßnahme, die dann als verkehrsrechtliche Anordnung beim Landkreis angemeldet werden muss.

Dies kann nur in der beschriebenen Art vorgenommen werden, da die Goethestraße eng und stark befahren ist. Und genau aus diesem Grund steht die Straße auch ganz oben auf der Liste der Prioritäten eines weiteren Themas.

Die Stadt hat nun die Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplans (VEP) vergeben. Der Auftrag war ausgeschrieben worden. Den Zuschlag hat die Firma „Planersocietät“, mit einem Standort in Dortmund und einem weiteren in Bremen, erhalten. Im Haushalt für das kommende Jahr konnten für den Auftrag 80.000 Euro eingestellt werden, erklärte Weber. Der letzte „VEP“ stamme aus dem Jahre 2002, erläuterte Bumann.

Mit dem jetzt formuliertem Auftrag solle knüpfe man an diesen an, der Prognosehorizont soll bis in das Jahr 2030 gezogen werden. Es gehe um eine Bestandsanalyse und Neubewertung aller Fakten. In den Plan werden viele Daten und Ideen einfließen, die bereits in der Vergangenheit erstellt worden sind. „Da geht es um Fragen, die den Fahrradverkehr, den Autoverkehr, aber auch die Problematik des Parkens betreffen“, erklärte Weber.

„Es sollen ein Zielkonzept, ein Leitbild, aber auch konkrete Lösungen und Maßnahmen erarbeitet werden“, so Bumann. Verkehrsberuhigung, optimale Verkehrsführung und die verbesserte Verkehrssicherheit stehen auch auf der Agenda der Beteiligten. „Das Thema ÖPNV wird ebenfalls einfließen“, so Bumann weiter. Anlass, aber nicht Ursache der Konzepterstellung sei das Vorhaben der Stadt Rotenburg, in das Programm der Städtebauförderung aufgenommen zu werden, erklärte der Stadtplaner. „Stadtentwicklung und ein sinnvolles Verkehrskonzept, das muss einher gehen“, so Weber. Bis März 2022 soll das Konzept fertiggestellt werden.

Und da die Goethestraße ohnehin angepackt werden soll, wird die Verwaltung kurzfristig keine Ersatzpflanzungen für die zu fällenden Bäume vornehmen. „Das vertraute Bild wird aber kaum beeinträchtigt werden, da lange nicht alle Bäume in der Straße gefällt werden müssen“, tröstete Weber mit Blick auf die kurzfristige Maßnahme.

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