Sportausschuss plädiert für Annahme von 250.000 Euro Spende - Von Sünje Loës

Eine Frage des Geldes

Winter- oder Kunstrasen? Diese Frage erhitzte in den vergangenen Monaten die Gemüter in Rotenburg. Ein Spendenangebot von Rolf Ludwig, Vorsitzender der ARS, soll nun den Ausschlag für den Winterrasen geben.
 ©Archivfoto: Dennis Bartz

Rotenburg. Die lange und hitzig diskutierte Frage, was aus dem Grantplatz im Rotenburger Ahestadion werden soll, scheint entschieden. Nach dem Sportausschuss hat sich nun auch der Verwaltungsausschuss der Stadt Rotenburg dafür ausgesprochen, die Spende des ARS-Vorsitzenden Rolf Ludwig über bis zu 250.000 Euro anzunehmen.

Der bekennende Kunstrasen-Gegner hatte seine Bereitschaft an die Bedingung geknüpft, dass damit ein Winterrasenplatz angelegt werden soll. „Die neue Anlage könnte bereits zum Auftakt der Saison 2020/2021 fertig sein“, erklärte Ludwig auf Nachfrage der Rundschau. Nun liegt der Ball beim Rat der Stadt Rotenburg, der in seiner Sitzung am 23. Mai abschließend darüber entscheiden soll. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Mitglieder dort das verlockende Angebot Ludwigs nicht ausschlagen werden, schließlich geht es dabei um viel Geld, das den Haushalt entlasten könnte.

„Es geht für mich alleine darum, etwas Gutes für den Sport zu tun. Der Winterrasen hat gegenüber dem Kunstrasenplatz viele Vorteile – das sind nicht nur ökologische Aspekte, auch die Verletzungsgefahr ist bei einem Naturrasen deutlich geringer“, betonte Ludwig. Er möchte nun dabei mithelfen, sämtliche Gelder aus möglichen Fördertöpfen zu beantragen. Den übrigen Betrag möchte Ludwig mit Mitteln aus seiner Stiftung finanzieren. Zuletzt war die Entscheidung im Rat vertagt worden. Die Politiker hatten sich darauf geeinigt, erst dann eine Wahl zu treffen, wenn sie Gelegenheit dazu hatten, jeweils einen Winterrasen und einen Kunstrasen zu besichtigen. Doch mit dem Angebot Ludwigs Ende Februar änderten sich die Voraussetzungen grundlegend.

Und so stimmten die meisten Mitglieder im Sportausschuss für die Empfehlung, die Spende anzunehmen, selbst wenn einige von ihnen aus fussballerischer Perspektive einen Kunstrasen bevorzugt hätten. Einwand gab es seitens der CDU, deren Vertreter auf den zuvor gefassten Ratsbeschluss verwiesen. Sie hätten sich zwar bereits den Kunstrasen in Schneverdingen angesehen, jedoch noch keinen Winterrasen, weil es diese bisher ausschließlich in Baden-Württemberg und Bayern gebe. Bürgermeister Andreas Weber wies darauf hin, dass eine solche Reise hohe Kosten für den Steuerzahler verursache und wegen des Spendenangebot Ludwigs ohnehin nicht mehr nötig wäre.

Darüber entstand im Sportausschuss eine emotional geführte Debatte. Auf Zuspruch von Volker Emshoff (CDU) stimmten die meisten Abgeordneten seiner Fraktion für die Annahme der Spende. Und so spricht alles dafür, dass aus dem Grantplatz ein Winterrasen wird. Ludwig ist überzeugt: „Das wird zu besseren Trainingsmöglichkeiten führen. Die Vereine werden mir dankbar sein.“

17.07.2019

Beeke-Festival Aufbau

17.07.2019

Dehoga Freisprechung

13.07.2019

Oper und Operette in Waffensen

12.07.2019

Ehrenamtskarte