Simbav zieht in den Bürgersaal ein

„Bewegung braucht Platz“

Simbav-Leiterin Ina Helwig freut sich auf den Umzug in den Rotenburger Bürgersaal. "Wir haben dort mehr Platz und bessere Möglichkeiten, um unser Angebot für Familien auszubauen."
 ©Foto: Dennis Bartz

Rotenburg (db). Lange Zeit stand das geschichtsreiche Gebäude leer, nun kehrt wieder Leben ein in den Rotenburger Bürgersaal. Das Familienforum Simbav zieht ein und will daraus ein „Zentrum für Familien“ machen. Bis Ende Mai soll das Düt & Dat folgen, das bis dahin wie gewohnt in der Kirchstraße 10 für Kunden da ist.

In diesen Wochen läuft der Umbau, denn unter anderem beim Thema Brandschutz und Beleuchtung ist der Bürgersaal in die Jahre gekommen. „Wir stellen mit Unterstützung der Stadtwerke auf LED um. Das ist uns sehr wichtig“, erklärt Simbav-Leiterin Ina Helwig.

Um den Umzug bewältigen zu können, hatte das Simbav-Team eine Osterpause eingelegt. „Hier wartet aber immer noch viel Arbeit auf uns. Bis wir mit den Eltern-Kind-Gruppen im Bürgersaal starten können, dauert es also noch ein wenig“, bittet Helwig um Geduld.

So schön und gemütlich das bisherige Simbav-Ensemble am Stadtstreek war, so eng waren die Räume geworden. „Bewegung braucht Platz“, bringt es Helwig auf den Punkt. Das Simbav kann im Bürgersaal aus dem Vollen schöpfen. 970 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung. Die alte Bühne bleibt erhalten und bekommt zum Schutz vor Stürzen ein Sicherheitsgitter verpasst. Der Parkettboden erstrahlt nach Schliff und Behandlung bereits im neuen Glanz.

Helwig möchte an neuem Ort die Kooperationen unter anderem zum TuS Rotenburg und zur Volkshochschule weiter ausbauen. Gespräche mir anderen Partnern laufen bereits. Diese Schnittstellenarbeit habe bislang darunter gelitten, dass der Platz fehlte, so Helwig: „Das Simbav steht für Netzwerk – und das wollen wir weiter ausbauen. Wir sprechen beispielsweise den Kneipp-Verein, Selbsthilfegruppen und viele mehr an. Es gibt viele Angebote, die mit unserem Ansatz kompatibel sind.“ Ziel sei es, dass noch mehr Menschen davon profitieren und die Simbav-Angebote unterschwellig nutzen können. „Das Zentrum für Familien soll ein Ort der Begegnung werden – und das generationsübergreifend. Damit wächst das Verständnis füreinander“, glaubt Helwig.

Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie habe sich im Simbav viel verändert: „Wir kategorisieren inzwischen ganz anders. Während wir früher oft über die thematische Ausrichtung von Angeboten gesprochen haben, geht es uns heute vor allem um die Umsetzbarkeit von Indoor-, Outdoor- und Onlineangeboten. Steigen die Inzidenzwerte, müssen wir im schlimmsten Fall wieder die Indoorangebote herunterfahren. Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe dürfen wir aktuell zwar unsere Angebote weiterhin durchführen, wir schauen aber genau darauf, was wir verantworten können.“

Die Angebote des Simbav sind wegen der Pandemie besonders gefragt: „In Lauenbrück mussten wir lange pausieren. Seit wir wieder öffnen durften, ist der Ansturm dort besonders groß. Wir haben deshalb eine zweite Babygruppe gegründet, zwei Kunterbunt-Gruppen und zusätzliche Outdoor-Möglichkeiten geschaffen“, so Helwig.

Besonders für Eltern mit kleineren Kinder sei der Austausch wichtig. „In den ersten drei Lebensjahren passiert so viel. Es gibt großen Bedarf danach, mal nachzufragen, wie es in anderen Familien läuft, zum Beispiel, wenn ein Kind nachts nicht schläft oder oft nörgelt. Wenn Eltern dann nicht mit anderen sprechen können, zweifeln sie oft an sich. Es ist wichtig, dass Familien gut betreut werden. Und wir wollen weiterhin für sie da sein. Auch in Zeiten von Corona“, stellt Helwig klar.

• Weitere Informationen über die aktuellen Angebote des Familienforum Simbav gibt es auf der Internetseite unter www.simbav.de.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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