Schäfer Marco Hörmann veranstaltet Border Collie-Trial - Von Dennis Bartz

Einer bellt, fünf folgen

Marco Hörmann hat 200 Schafe und organisiert einen Border Collie-Trial.
 © Foto: Dennis Bartz

Borchel. Outrun, Lift, Fetch, Drive, Shed und Pen – all das sind Begriffe, die bei einem Border Collie-Trial oft fallen. Wer den außergewöhnlichen Hundesport kennenlernen möchte, hat dazu am Wochenende, 7. und 8. Oktober, jeweils von 10 bis 16 Uhr, Gelegenheit. Schäfer Marco Hörmann lädt für die Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD) auf seinen Hof im Kattensteert 11 nach Borchel ein: „Wir bauen eine Tribüne auf und erwarten 500 Zuschauer.“ Der Eintritt ist frei.

Der Ablauf des Wettkampfs ist schnell erklärt: Ein Border Collie führt fünf Schafe durch einen 1,3 Kilometer langen Parcours. Er muss dabei möglichst schnell verschiedene Stationen meistern. Lässt er eine aus, gibt es Strafsekunden – am Ende gewinnt der Hund mit der besten Zeit. „In etwa zehn Minuten sollte das zu schaffen sein“, so Hörmann, der bereits zum vierten Mal den Wettkampf ausrichtet.

Für Besucher des Trials gibt es ein Rahmenprogramm: Spiele für Kinder, Leckeres vom Grill, außerdem präsentieren sich die Hofkäserei und eine neue Hundepension in Borchel.

Insgesamt 30 Schäfer nehmen mit 40 Border Collies an dem Wettkampf teil und treten in drei Klassen gegeneinander an. Die Zuschauer erleben die Vierbeiner in ihrem Element: Die Tiere gelten als beste Hütehunde der Welt.

Speziell für das Zusammensuchen verstreuter Schafe in weitem oder unwegsamem Gelände, das ruhige und schonende Heranbringen und das sogenannte „Sheep Handling“, gemeint ist das präzise Umtreiben, Abtrennen und Einpferchen kleiner Schaftrupps, gilt der Border Collie als Spezialist. „Er macht das besser als jede andere Hunderasse“, so Hörmann.

Der Schäfer ist sich sicher, dass der weitgehend selbstständige Umgang der Hunde mit den Schafen und das instinktive Reagieren auf das Verhalten der Tiere die Besucher beeindrucken wird: „Aber auch der unbedingte Gehorsam gegenüber den präzisen Anweisungen des Schäfers, selbst auf große Entfernung, beeindrucken und faszinieren gleichermaßen.“

Hörmann ist 30 Jahre alt und einer der wenigen verbliebenen Schäfer in der Region. Er hat 200 Schafe und kommt damit nach eigenem Bekunden „gerade so über die Runden“.

Er verkauft Lammfelle und Lammfleisch – wichtigste Einnahmequelle sei aber die Grünflächen-Pflege um Regenrückhaltebecken durch seine Schafe an der Autobahn 1.

Der traditionelle Beruf des Schäfers, der durch TV-Bauer Heinrich vor einigen Jahren in die Öffentlichkeit rückte, habe akute Nachwuchssorgen, bedauert Hörmann: Freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze gibt es reichlich, Bewerber dagegen nicht. „Es ist mein Traumjob – aber das Gehalt ist eben leider nicht üppig.“

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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