Rotenburg entwickelt ein städtebauliches Entwicklungskonzept

Nichts für Schönredner

Bürgermeister Andreas Weber begrüßte etwa 80 Teilnehmer in der Aula der IGS.
 ©Foto: Antje Holsten-Körner

Rotenburg (hk). Zwischen 1985 und 1994 hat sich Rotenburg stark verändert. Im Rahmen der städtebaulichen Sanierung, für die reichlich Zuschüsse geflossen waren, entstand beispielsweise die Fußgängerzone. Inzwischen gibt es wieder zahlreiche Punkte in der Stadt, die verbesserungsbedürftig sind. „25 Jahre sind seit damals vergangen, nun können wir uns erneut um Städtebaufördermittel bewerben“, erklärte Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber bei einer Infoveranstaltung der Stadt Rotenburg. Thema dort war die Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Ikek).

Um die Bevölkerung auf diesem Weg mitzunehmen, hatte die Stadtverwaltung zur Auftaktveranstaltung in den Lucia-Schäfer-Saal der IGS eingeladen. Von der Resonanz zeigte sich Weber beeindruckt. „Ich bin angenehm überrascht“, kommentierte er die Anzahl von rund 80 Besuchern. Da ein Großteil des Stadtrates und viele Amtsträger vertreten waren, relativierte sich die Zahl bei einer Stadt mit mehr als 20.000 Einwohnern jedoch.

Für die erforderliche Planung hat die Stadt Rotenburg Mittel in den Haushalt eingestellt und Aufträge an drei Büros vergeben; Stadtplaner, Architekten und Landschaftsgestalter sind mit im Boot. Heike Wohltmann, Gerd Reesas (beide Plan-Werkstadt), Klaus-Martin Hesse (Forum Hübner, Karsten & Partner) und Jessica Schütte (Gruppe Freiraumplanung) informierten über das Bewerbungsprozedere und die dadurch resultierenden Chancen. „Derzeit gibt es acht unterschiedliche Programme, die ab 2020 auf drei gebündelt werden sollen“, berichtete Wohltmann. Für die Bewerbung, die nach ihre Auffassung im Sommer 2021 abgegeben werden kann, sind die Erarbeitung eines Ikeks für die Kernstadt und vorbereitende Untersuchungen für die drei Teilgebiete der Stadt (Innenstadt, Niederungsbereiche von Wümme, Rodau und Wiedau sowie die Wohnsiedlung „Auf dem Loh/Jägerhöhe“) erforderlich. Um überhaupt aufgenommen zu werden, führte sie weiter aus, dürfe die Stadt nicht zu schön dargestellt werden, sondern müsse Dinge eher kritisch gesehen werden.

Der Aufwand lohne sich, denn für die Investitionen könne es bis zu zwei Drittel an Zuschüssen über Bundes- und Landesmittel geben. Nur der Restbetrag müsse noch aus der Stadtkasse bezahlt werden, erfuhren die Teilnehmer. In der Regel betrage der Förderzeitraum demnach zwischen zehn und 15 Jahren. Je nach Programm können auch private Maßnahmen gefördert werden.

Schon im Vorfeld hatten sich die Fachleute ein Bild über die ausgewählten Bezirke verschafft. Ihre Eindrücke schilderten sie, bevor sie zu einem „Wandelgang“ einluden. Dafür verteilten sie sich auf die vier Stationen „Innenstadt“, „Gesamtstadt“, „Wohnquartier“ und „Wümme-Niederung“. Die Gäste waren aufgefordert, dort mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Anregungen sowie Hinweise zu Entwicklungsmöglichkeiten zu den Gebieten zu geben. Die Teilnehmer machten davon rege Gebrauch.

Nachdem Wohltmann, Reesas, Hesse und Schütte einen Überblick über die dabei zusammengetragenen Vorschläge gegeben hatten, schilderte Weber den geplanten Ablauf. „Wir werden zu einer weiteren Veranstaltung im Frühjahr einladen“, sagte er. Er lud Interessierte dazu ein, bis dahin persönlich oder über ein Formular auf der Internetseite der Stadt Rotenburg Kontakt aufzunehmen.

Auf der Infoseite finden Bürger das Protokoll der Auftaktveranstaltung. „Es ist wichtig, ein Miteinander zu entwickeln“, sagte Weber und forderte die Rotenburger damit zur Mitarbeit auf. Nach dem derzeitigen Zeitplan könnten die ersten Maßnahmen im Herbst 2022 umgesetzt werden.

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