Polizeiorchester aus Hannover spielt am Freitag, 15. März, bei Sternpartner

Lions helfen mit Musik

Chefdirigent Thomas Boger ist der Wandel von einer militärisch geprägten Kapelle hin zu einem professionellen, modernen und vielseitigen Orchester gelungen.
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg (r/db). Auf seiner Reise durch Niedersachsen macht das Polizeiorchester in seinem 110. Jahr seines Bestehens Halt in Rotenburg. Am Freitag, 15. März, ab 19 Uhr präsentieren die Musiker unter Leitung ihres Chefdirigenten Thomas Boger auf Einladung des Freundeskreises der Rotenburger Lions in Kooperation mit der Polizeiinspektion Rotenburg in der Glasrotunde von Mercedes Sternpartner, Industriestraße 12 bis 16, dem Publikum ein abwechslungsreiches Musikprogramm.

1909 als Kapelle der königlich-preußischen Schutzmannschaft Hannover gegründet, vielen noch unter dem Namen Polizeimusikkorps Niedersachsen bekannt, verlieh der damaligen Innenminister Uwe Schünemann 2012 auf dem Tag der Niedersachsen den heutigen Namen „Polizeiorchester Niedersachsen“. Mit der Namensänderung verbunden war auch eine inhaltliche Veränderung. Chefdirigent Thomas Boger ist der Wandel von einer militärisch geprägten Kapelle hin zu einem professionellen, modernen und vielseitigen Orchester gelungen.

„Dies wird auch der Konzertbesucher beim Programm des Abends feststellen können“, verspricht Erhard Grunhold von denLions. So beginne das Orchester temperamentvoll und energiegeladen mit dem Teufelstanz „Danse Diabolique“ von Joseph Hellmesberger Junior, seinem bekanntesten Werk, oft im Programm des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker zu finden.

Neben dem „Intermezzo Sinfonico“ aus der Cavaleria Rusticana von Mascagni wird das Polizeiorchester die Originalkomposition des Holländers John de Meij „Klezmer Classics“ präsentieren.

Auch im Jubiläumsjahr werden wieder Solisten aus den eigenen Reihen vorgestellt. Mit dem Titel „Variationen über ein Thema von Glinka“ des Russischen Komponisten Nicolai Rimsky-Korsakaov wird sich Lyuba Manassieva das Programm bereichern. Sie gastierte in namenhaften Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bulgarischen Rundfunks, der Neuen Philharmonie Westfalen und der Kammeroper Köln.

Ein Höhepunkt des Konzertes soll die „Ungarische Rhapsodie Nr. 2“ des ungarischen Komponisten und Klaviervirtuosen Franz Liszt in vielen Film- und Fernsehproduktionen verwendet.

Energiegeladen wie der erste Teil beginnt auch die zweite Konzerthälfte. Mit dem Titel „Gonna fly now“ aus dem Film Rocky macht das Polizeiorchester mit dem Solotrompeter Claus Löhr einen Abstecher in die Filmmusik. Weiter geht es mit beliebten und bekannten Songs und Hits aus den siebziger Jahren. Das Potpourri „The Seventies“ und der Popsong von 1968 „Windmills of your mind“ werden zu hören sein, vom Franzosen Michel Legrand komponiert, intoniert das Orchester ein Arrangement ihres Keyboarders Björn Vüllgraf.

Mit dem Swingklassiker „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima erweist das Polizeiorchester einem ganz Großen der Swingaera seine Referenz. Benny Goodman, vor 110 Jahren zur Zeit der Orchestergründung geboren, verhalf diesem Titel bei seinem legendären Konzert in der New Yorker Carnegie Hall zum Durchbruch und machte ihn so zum unsterblichen Jazzstandard. Mit dem weltbekannten Gospel „When the saints go marching in“ beendet das Orchester sein Konzert.

Der Eintritt bei freier Platzwahl kostet 10 Euro. Karten sind im Vorverkauf zu erhalten im Info-Büro der Stadt Rotenburg und in der Allianzagentur H. & A Meyer in der Goethestraße 23 in Rotenburg. Kartenbestellungen per Telefon sind unter 04261/2202, per E-Mail an holger.meyer@allianz.de möglich.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
 04261 / 72 -430
 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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