Plan-Werkstadt aus Bremen soll Bürger in Stadtentwicklung einbinden

Wege in die Zukunft

Heike Wohltmann (zweite von links) vom Büro Plan-Werkstadt Bremen informierte gemeinsam mit Lotta Schröder (von links) Bürgermeister Andreas Weber, Stadtplaner Clemens Bumann und Franziska Gölitzer über den aktuellen Stand der Planung.
 © Foto: Klaus Müller

Rotenburg (mü). Das Stadtentwicklungskonzept, das die Bremer „Plan-Werkstadt“ für Rotenburg entwickelt, nimmt Konturen an. Darüber informierte Bürgermeister Andreas Weber im Pressegespräch am Donnerstagvormittag.

Nachdem es bereits eine Bürgerversammlung zu diesem Thema gegeben hatte, möchten Rat und Verwaltung die Einwohner noch stärker in das Konzept mit einbinden. Dafür führen die Mitarbeiter Gespräche, die Streetworker werden aktiv und es gibt Online-Umfragen um herauszubekommen, wo „der Schuh drückt“. Kern sollen die Quartiere Am Loh und Rotenburger Werke sein.

2022 soll dann entschieden werden, ob die Stadt in ein Städteförderungsprogramm des Landes aufgenommen wird. „Von einer positiven Entscheidung werden wir profitieren“, sagte Weber. „Wir können uns das leisten, zumal wir in jedem Jahr sieben bis zehn Millionen Euro in die Stadt investieren und aus diesem neuen Projekt eine stattliche Förderung des Landes erhalten könnten.“

Heike Wohltmann von Plan-Werkstadt stellte die nächsten Schritte des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) und der vorbereitenden Untersuchungen (VU) für eine mögliche Städtebauförderung vor. Für die Untersuchungen waren im Haushalt 80.000 Euro veranschlagt worden. „Wir sind heute Morgen im Kindergarten Auf dem Loh gewesen und haben mit den Mitarbeitern gesprochen, um auch dort erste persönliche Erkenntnisse zu sammeln“, so Wohltmann. Der Bolzplatz sei beispielsweise dringend verbesserungswürdig. Auch in der Innenstadt sei eine bessere Harmonie von Wohn- und Geschäftshäusern möglich. Dies sei ein breites Feld an Chancen, um Rotenburg noch attraktiver zu gestalten.

Ziel solle es sein, trotz der Pandemie-bedingten Einschränkungen, eine größtmögliche Beteiligung und Mitwirkung der Bürger, im Idealfall sogar eine breitere und differenziertere Partizipation zu ermöglichen, als dies mit klassischen Veranstaltungsformaten möglich ist. Dazu strebt die Plan-Werkstadt im nächsten Schritt einen Online-Dialog mit Jugendlichen an (Zugang: https://padlet.com/Buergerbeteiligung_Rotenburg), der für vier Wochen als Informations- und Austausch-Plattform dienen soll. Wohltmann: „ Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, konkretisierende Hinweise und Wünsche zu Leitzielen und Maßnahmenüberlegungen abzugeben. Dort geht es um Themen wie Treffpunkte, Bolzplatz Harburger Straße, Sandhasenweg, Flohmarkt, Verkehr/Mobilität und Wünsche für ein Rotenburg 2030.“

Im darauffolgenden Schritt gibt es einen Online-Dialog für die gesamte Stadtbevölkerung mit jeweils 14-tägigen Schwerpunktthemen für die Gesamtstadt, Innenstadt/Niederungen und Wohngebiet Auf dem Loh. Bürger sollen die Möglichkeit erhalten, Ideen zu äußern. Themenschwerpunkte sind Verkehr und Mobilität, Grün- und Freiräume sowie Wohnen, Wohnumfeld und Aufenthaltsqualitäten.

Bei den Online-Modulen besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, Hinweise in Textform zu hinterlassen und Fotos hochzuladen. Die Moderation begleitet den Austausch, hakt nach, fasst zusammen und achtet auf die Einhaltung der Netiquette.

Bis Ende Juli 2020 werden alle 14 Tage jeweils um 17 Uhr Sprechstunden im Rathaus stattfinden, die sich thematisch an den Inhalten des Online-Dialoges orientieren. Termine sind Mittwoch, 17. Juni – Verkehr und Mobilität; Mittwoch, 1. Juli – Grün- und Freiräume; Mittwoch, 15. Juli – Wohnen, Wohnumfeld und Aufenthaltsqualitäten. Im Wechsel dazu werden mit den Sprechstunden im Rathaus telefonische Sprechzeiten angeboten, die sich thematisch an den Inhalten des Online-Dialoges orientieren: Dienstag, 23. Juni – Verkehr /Mobilität; Dienstag, 7. Juli – Grün- und Freiräume; Dienstag, 21. Juli – Wohnen, Wohnumfeld und Aufenthaltsqualitäten.

• Weitere Informationen zur Beteiligung der Bürger gibt es per E-Mail an team@plan-werkstadt.de sowie unter Telefon 0421/506248.

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