Ordnungsämter achten vermehrt auf Fehlverhalten am See

Weber fordert Benehmen

Die Regeln sind bekannt, aktuell machen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes verstärkt darauf aufmerksam und ahnden Verstöße.
 ©Rotenburger Rundschau

Landkreis Rotenburg (jt). Es ist Sommer, es ist heiß und viele Menschen verreisen aufgrund der Corona-Krise nicht. In der Folge sind Schwimmbäder und Badeseen überfüllt. Doch auch dort und gerade in der aktuellen Situation gilt es, Rücksicht zu nehmen und sich an die Spielregeln zu halten. An die Vernunft der Mitbürger appellieren Bürgermeister Andreas Weber und Bernd Grünberg, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts der Stadt Rotenburg.

„In letzter Zeit sind viele Konflikte bekannt geworden, vor allem am Bullensee und Weichelsee“, so Weber. Diese Streitigkeiten seien auch ein Thema in den sozialen Medien, in Facebook würde viel diskutiert werden, auch weil der städtische Ordnungsamt Präsenz gezeigt habe. „Dabei sind die Regeln, um die es geht, überhaupt nicht neu. Diese Gesetze gelten schon lange“, so Weber.

Neu sei aber der Flyer, der auf Initiative der Stadt Rotenburg nun gemeinsam mit der Samtgemeinde Bothel, dem Landkreis Rotenburg und den Niedersächsischen Landesforsten mit Sitz in Langwedel aufgelegt wurde. „Wir haben unterschiedliche Rechtsvorschriften, die ineinander greifen und die wir einmal transparent machen wollten“, erklärt Grünberg.

Klassische Streitthemen sind etwa das Mitführen von Hunden. „Durch die Trockenheit geht das Wasser weiter zurück und an den entsprechenden Stränden hinterlassen die Hunde ihre Spuren, das ist einfach unhygienisch“, so Weber. Auch Glasscherben und Abfälle sorgen immer wieder für Ärger, „seit Neuestem gehen auch noch Reiter mit ihren Pferden durch das Wasser“, kritisiert Weber.

Das kann am Ende richtig teuer werden: Denn je nach begangener Ordnungswidrigkeit können Bußgelder in einer Höhe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Soweit müsse es jedoch nicht kommen – auch deshalb sollen die Hinweise zum entspannten Umgang mit Wasser und Landschaft nun noch einmal verteilt werden. Der frisch gedruckte Flyer enthält sieben Richtlinien: Abfall gehört in den Mülleimer, öffentliche Wege dürfen nur mit Fahrräder und Krankenstühlen befahren werden. Campen und Zelten ist am Bullensee verboten, Hunde sind anzuleinen und während der Badesaison, also noch bis zum 15. September, sind Hunde an Badestellen und Liegeweisen nicht zulässig. Offenes Feuer ist ebenfalls verboten und das Reiten ist ausnahmslos nur auf dafür gekennzeichneten Wegen gestattet.

Übrigens kontrollieren die Kooperationspartner nun auch gemeinsam die Einhaltung der Regelungen – denn nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme könnten alle Beteiligten ihren Sommer am See geniessen.

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