Nisthilfe auf Unikat-Gelände

Unterschlupf für Wildbienen

Manfred Radtke vom BUND Rotenburg (rechts) und Jens Gliessmann, Betriebsstättenleiter des Standorts der Lebenshilfe an der Brockeler Straße, bauten die Wildbienen-Nisthilfe zusammen auf.
 ©Foto: Wibke Woyke

Rotenburg (r/db). Nackte Schottergärten ohne Leben – nein, so sollten die Außenflächen des Unikats der Lebenshilfe Rotenburg-Verden nicht aussehen. Daher kam die Anregung von Manfred Radtke, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe (Bund für Umwelt und Naturschutz), eine insekten- beziehungsweise wildbienenfreundliche Bepflanzung zu realisieren. Nun spendierte der BUND eine geeignete Nisthilfe für Wildbienen, die gemeinsam aufgebaut wurde.

Im Frühjahr gab es erste Gespräche zwischen Radtke und Unikat-Betriebsstättenleiter Jens Gliessmann. Im Laufe des Jahres folgte dann die Umsetzung, die Lebenshilfe sorgte dafür auf einem Teil der Außenanlagen für passende Stauden, auf einem anderen Stück entschieden sich die Verantwortlichen für eine abwechslungsreiche Wildblumenmischung.

Auch wenn durch den trockenen, heißen Sommer die klimatischen Verhältnisse in diesem Jahr nicht optimal waren, so gab und gibt es aber doch allerhand Blüten, die so wichtig sind für die nützlichen Insekten. Und so rückte Radtke nun auf dem Grundstück des Unikats an, ausgestattet mit dem großen Nisthilfe-Kasten, Hammer, Bohrer, Schrauben, Wasserwaage. Und natürlich brachte er auch die passenden Füllmaterialien mit.

Die meisten „Insektenhotels“, die etwa in Baumärkten verkauft würden, seien von ihrer Füllung her nicht geeignet, kritisiert Radtke. Der BUND lege bei seinen Nisthilfen Wert darauf, Materialien zu verwenden, mit denen den Wildbienen wirklich geholfen werde.

So entstand nun Stück für Stück die Nisthilfe und nach einer Stunde Bauzeit konnte vermeldet werden: alles erledigt! Da der Kasten vor dem Laden publikumswirksam platziert wurde, steht gleich daneben auch ein entsprechendes Info-Schild mit Fakten rund um die Wildbienen.

Das BUND-Projekt für die Wildbienen ist auf drei Jahre ausgelegt und wird zum Beispiel unterstützt von der Bingo-Umweltstiftung und dem Landkreis Rotenburg. 45 Nisthilfen sollen durch den BUND bis April 2021 im Landkreis aufgestellt worden sein, rund die Hälfte ist es bisher. Natürlich wird auf den passenden Standort geachtet, denn das entsprechende Nahrungsangebot muss für die Insekten ganz in der Nähe vorhanden sein. „Gefährdete Wildbienen – Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen“, so lautet übrigens der Titel der Broschüre, die der Rotenburger BUND nun bereits in wiederholter Auflage auf den Markt gebracht hat.

Interessierte melden sich bei Radtke unter 04261/6967 oder besuchen die Internetseite www.rotenburg.bund.net.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
 04261 / 72 -430
 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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