Neu im Amt: Janin-Christina Schwarzkopf ist neue Lea-Präsidentin

Rückblick und Ausschau

Die neue Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf (links) erhielt als Überraschungsgeschenk einen organisierten Radausflug, der auch sogleich begann. Neben ihr die scheidende Präsidentin Christa Förster-Müller. Foto: Judith Tausendfreund
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Rotenburg. Während Christa Förster-Müller vor gut einem Jahr im Rahmen einer Outdoor-Party das Amt als Lea-Präsidentin übernehmen konnte, musste diese Art Übergabe diesmal ausfallen – noch sind große Feierlichkeiten in Anbetracht von Corona zu gefährlich. „In den vergangenen Monaten konnte natürlich vieles nicht seinen gewohnten Gang gehen“, berichtete nun rückblickend die scheidende Präsidentin. Die ursprünglich bis in den Sommer hinein geplanten Veranstaltungen konnten nur bis zum 11. März stattfinden, anschließend mussten alle Ideen verschoben werden. „Wir haben allerdings nun geplant, dass die von mir schon entwickelten Events später nachgeholt werden“, so Förster-Müller. Gemeinsam mit einigen Clubmitgliedern und vor allem ihrer Nachfolgerin Janin-Christina Schwarzkopf war sie in den Rotenburger Wachtelhof gekommen, um den Wechsel der Präsidentschaft zu feiern.

Insgesamt, so stellten alle fest, sei das Zusammengehörigkeitsgefühl im Club sehr groß, und die Mitglieder überwanden die schwierigen Monate gemeinsam. Um den Kontakt zueinander nicht zu verlieren, organisierten sie zum Beispiel virtuelle Clubabende. Die Köche des Wachtelhofs bereiteten Speisen „to go“ vor, alle Beteiligten holten sich diese ab und aßen alleine zu Hause, allerdings mit gleichzeitigem Austausch über WhatsApp und andere Kanäle. Auch Wahlen wurden online gestaltet, vieles musste eben per E-Mail geklärt werden.

„Dabei haben wir etwa die virtuellen, gemeinsamen Abende durchaus mit Spendenaufrufen kombiniert“, gab die nun verabschiedete Präsidentin einen Einblick in die bemerkenswerte Zeit. „Mit dem letzten Spendenaufruf konnten wir noch einmal 1.300 Euro einnehmen, das hat uns sehr gefreut“, betonten die Anwesenden, denn die Damen des Lions Club verpflichten sich den Dienst am Nächsten über den eigenen, persönlichen Profit zu stellen.

So gibt es im Club eine eigene Spendengruppe, die jeweils vor den Mitgliederversammlungen erörtert, welchen Projekten die Gelder zukommen sollen. „2019 wurde zum Beispiel das Umweltbildungszentrum unterstützt, auch den Klinikclowns konnten wir Spendengelder zukommen lassen“, so die zehnte Präsidentin, die der Club ernannt hatte. „Eigentlich wollte ich als zehnte Präsidentin in Erinnerung bleiben, nun bin ich ungewollt ,Corona-Präsidentin‘ geworden“, so Förster-Müller.

Mit der jährlichen Aufstellung einer neuen Präsidentin ist immer ein neues Programm verbunden, „sodass sich alle Clubmitglieder immer wieder über neue inhaltliche Anregungen freuen können“, wusste sie weiter zu berichten.

Diese Tradition bleibe den Mitgliedern erhalten, auch wenn in den vergangenen Monaten der persönliche Austausch fehlte. „Ich habe schon vor längerer Zeit begonnen, mögliche Ideen für das weitere Programm zu sammeln“, sagte Nachfolgerin Schwarzkopf.

Zum 1. Juli startete ihr Jahr, „und ich bin wirklich sehr dankbar, dass die Clubmitglieder mir diese Aufgabe anvertraut haben“. Die Ärztin hat ihr Programm unter das Motto „Der Mensch, die Medizin und mehr“ gestellt, Thema des ersten Abends war „Achtsamkeit im täglichen Leben“.

Mit Blick auf die Pandemie, die nach wie vor grassiert, ist bislang nur eine Veranstaltung außer Haus vorgesehen. „Wir bleiben hier im Wachtelhof, da ich mir sicher bin, dass dieser ein gutes Schutzkonzept umsetzen kann“, erklärte sie. Geplant sei weiterhin ein Vortrag über das Thema Impfen: „vielleicht haben wir bis dahin auch schon weitere Informationen in Sachen Corona-Impfung.“

Im September feiert der Club sein zehnjähriges Bestehen. „Wenn alles gut gehen, wollen wir an die Ostsee reisen“, so Schwarzkopf. Neben den Themenabenden wollen sich alle Beteiligten nun auch wieder verstärkt um Spenden bemühen. „Durch die Veranstaltungen, die wir absagen mussten und vielleicht auch durch die finanziellen Sorgen, die manche Unternehmen aktuell haben, könnte es sein, dass wir in diesem Jahr einen leichten Spendenrückgang verschmerzen müssen“, erklärte Förster-Müller.

Dabei sei der Wunsch, sich nun wieder öfter und auch persönlich zu treffen, bei allen Mitgliedern groß. „Gerade die Diskussionen um Projekte, die wir fördern wollen, verlaufen im direkten Kontakt einfach angenehmer und besser als über E-Mail-Kontakt“, sagte sie.

Dies bestätigte ihre Nachfolgerin: „Als Präsidentin werde ich gerne noch mehr Zeit in die ehrenamtliche Arbeit des Clubs stecken. Meine Familie hat die Wahl mit Begeisterung aufgenommen und will mich bei der Arbeit auch unterstützen“, so Schwarzkopf.

Als Start ins Amt und sicher auch als Trost für die ausgefallene Party startete sie noch am selben Abend eine Radtour begleitet von einigen Mitstreiterinnen.

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