Nabu: Volksbegehren ist Notanker

Gemeinsames Ziel

"Für mehr Artenschutz werden verbindliche Gesetze benötigt, deren Umsetzung auch kontrolliert wird", sagt Roland Meyer.
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg (r/jl). Der Nabu Rotenburg zeigt wenig Verständnis für die Aufregung des Landvolks in Bezug auf das Volksbegehren für mehr Artenvielfalt. „Wenn es dem Bauernverband um verbindliche und wirksame Regelungen hin zu mehr Artenvielfalt geht, ziehen wir am gleichen Strang“, sagt derNabu-Vorsitzende Roland Meyer.

„Der von der Landesregierung mit dem Landvolk, der Landwirtschaftskammer, dem Nabu und dem BUND ausgehandelte so genannte Niedersächsische Weg ist in Ordnung. Aber er ist bisher nur eine Absichtserklärung. Daraus müssen jetzt Gesetze werden, die auch greifen“, sagt Meyer. „Wenn das gelingt, können wir aufhören, Unterschriften zu sammeln. Aber wenn dieser Prozess scheitert oder auf die ganz lange Bank geschoben wird oder die Vereinbarungen verwässert werden, darf die Natur trotzdem nicht weiter unter die Räder kommen. Als Notanker brauchen wir daher das Volksbegehren.“ Damit das vom Landeswahlleiter zugelassen wird, werden bis November in einem ersten Schritt 25.000 Unterschriften benötigt.

Das vom Nabu Niedersachsen mit initiierte Volksbegehren wird von inzwischen landesweit mehr als 150 Vereinigungen und Verbänden getragen. Laut Meyer ist die Resonanz der Bürger beim Sammeln an den Ständen und Haustüren „sehr gut“. „Viele Menschen wollen, dass endlich etwas passiert, damit Kiebitz, Brachvogel und Co. doch noch eine Zukunft haben.“ So viel Zustimmung sei eine große Bestätigung für das Ziel, wieder mehr Artenvielfalt zu erreichen. „Gerne auf dem Niedersächsischen Weg. Und zur Not per Volksbegehren. Aber damit das gegebenenfalls zur Verfügung steht, falls es gebraucht wird, müssen jetzt die Weichen gestellt werden.“

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