Marc Andreßen veröffentlicht Lied über Rotenburg

„Froh, hier zu leben“

Marc Andreßen kennen viele als Sprecher des Ortsverbands der Grünen u2013 der Rotenburger hat nun bewiesen, dass er auch singen kann.
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg. „Rotenburg im Sommer. Was könnte schöner sein?“, singt Marc Andreßen in bester Liedermacher-Manier. In der vergangenen Woche hat der 52-Jährige einen Song über seine Wahlheimat bei Facebook und Youtube veröffentlicht. „Rotenburg im Sommer“ kommt schwungvoll und eingängig daher, ist jedoch alles andere als eine Liebeserklärung an die Wümmestadt. Im Gegenteil: Zwischen den launigen Strophen schwingt mit humoriger Note eine Menge Kritik mit.

Der Song startet mit Motiven wie auf einer Ansichtskarte, die jedoch niemand an seine Liebsten verschicken würde. „Rollatoren kriechen über klebrigen Asphalt, vorm Heimathaus ist wie immer Stau, Kinder quieken auf dem Spielplatz am Ahewald, die Nödenwiesen grün, der Himmel blau“, heißt es in der ersten Strophe. „Ich habe eine Collage zusammengestellt, ein Bild hier, ein Bild da. Es war mir wichtig, die Missstimmung einiger Bürger einzufangen“, erklärt Andreßen.

Der 52-Jährige hält den ständig Krittelnden den Spiegel vor, hat selbst einen differenzierten Blick auf die Stadt. „Ich bin froh, hier zu leben. Rotenburg hat viele schöne Seiten. Wir sollten zusammen das Beste daraus machen“, sagt der gebürtige Husumer, der seit 20 Jahren im Landkreis und seit 13 Jahren in Rotenburg lebt. „Nicht meckern, sondern besser machen, darum geht es mir“, erklärt Andreßen.

Viele Rotenburgern kennen ihn als Sprecher des Ortsverbands der Grünen und als aktives Mitglied in der Facebook-Gruppe „Du kommst aus dem Altkreis Rotenburg, wenn ...“. Mit seiner musikalischen Ader hat er viele überrascht, und das durchaus positiv, wie die meisten Kommentare zeigen. Viele loben seine Stimme und wünschen sich weitere Songs von ihm.

Andreßen, der neben Klavier auch Gitarre spielen kann, hat seine Leidenschaft für Musik vor langer Zeit entdeckt: Er war als Straßenmusiker unterwegs und hat Medleys für Hochzeiten von Freunden umgedichtet.

In seinem Lied „Rotenburg im Sommer“ besingt er nach langer Schaffenspause das Flair einer Kleinstadt, in der die Bürgersteige hochgeklappt werden, lässt dabei auch die Hundehaufen auf den Nödenwiesen nicht aus, die nicht nur für Unmut bei den Besuchern des Entenrennens sorgen, das dieses Jahr wegen der Coronapandemie ausfällt.

„Rotenburg im Sommer“ ist ein zeitloser Song, nimmt jedoch aktuellen Bezug, wenn Andreßen über „besorgte Bürger“ singt, die auf dem Pferdemarkt stehen. Er meint damit die wöchentliche Corona-Sprechstunde. Im Lied heißt es dazu: „Labern wirres Zeug ins Mikrofon, man wundert sich, geht weiter und bleibt stumm“. Er selbst habe mehrfach das Gespräch mit den Verantwortlichen und teilnehmern gesucht, erklärt Andreßen.

Ein weiteres Lied sei derzeit zwar nicht in Planung, so der Hobby-Musiker, dafür aber ein Sampler von Rotenburger Musikern verschiedener Genres. „Ich habe Kontakt zu Musikern aufgenommen. Gerne können sich weitere bei mir melden“, sagt Andreßen. Er ist unter Telefon 01512/5255553 erreichbar.

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