Kristin Stüring aus Mulmshorn Kandidatin bei ZDF-Küchenschlacht - Von Dennis Bartz

Ganz schön abgekocht

Seite an Seite mit Fernsehkoch Alfons Schuhbeck: Kristin Stüring traf ihr Vorbild und sagt: "Ich habe viel von ihm gelernt."
 ©Foto: Rotenburger Rundschau

Mulmshorn/Hamburg. 35 Minuten zeigt der Countdown, dann ticken die Sekunden gnadenlos herunter. Am Ende wird es hektisch, aber trotzdem muss beim Anrichten jeder Handgriff perfekt sitzen. Geschafft. Hobbyköchin Kristin Stüring aus Mulmshorn war in dieser Woche eine von vier Kandidaten bei der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“. Eineinhalb Millionen Menschen saßen vor dem Fernseher, als die 36-Jährige mit ihrem Leibgericht – Entenbrust mit Blumenkohl-Risotto und Portwein-Kirschsoße – Starkoch Mario Kotaska begeisterte und begleitet von viel Lob ins Halbfinale einzog.

Ihre Leidenschaft fürs Kochen entdeckte Stüring, als sie mit Sohn Mats schwanger war. „Bis dahin hatte ich viel Tütenkram gekocht, weil das leicht ist und schnell geht. Dann habe ich angefangen, selbst frisch zu kochen und mir in der Sendung Tipps zu holen. Inzwischen gehe ich einmal die Woche auf den Wochenmarkt und probiere ganz viel aus“, berichtet die gelernte Zahntechnikerin.

Ihr Essen schmeckt nicht nur dem inzwischen 17 Monate alten Mats und Ehemann Malte, sondern auch Freunden und Familie so gut, dass Stüring im Herbst auf die Idee kam, sich selbst bei der Kochshow zu bewerben. Kurz darauf bekam sie den erhofften Anruf: Eine Mitarbeiterin des Produktionsteams teilte ihr mit, dass sie dabei ist.

Weil ein Teilnehmer ausgefallen war, sollte sie spontan einspringen. „Mir blieben nur zwei Wochen Vorbereitung – vielleicht war das gut so, ich hätte mich sonst sicher nur noch mehr verrückt gemacht“, so Stüring.

Mit gepackten Koffern ging es nach Hamburg in die Fernsehmacher-Studios. „Ich bin dort sehr herzlich aufgenommen und so richtig schön umtüdelt worden.“ Besonders Starkoch und Moderator Alfons Schuhbeck hinterließ bei ihr bleibenden Eindruck: „Er hat mir viel geholfen und war auch hinter den Kulissen für mich da. Er hat eine Wahnsinnsaura und ist ein ganz toller Mensch. Von der Maske bis zum Catering war das Team total nett.“

Die Aufnahmen im Studio waren bereits vom 29. bis zum 31. Oktober – doch die Ausstrahlung war erst in dieser Woche. „Bis dahin durfte ich nicht verraten, wie die Küchenschlacht ausgegangen ist“, so Stüring.

Am ersten Tag stand ihr Leibgericht auf der Speisekarte – die Entenbrust hatte sie schon oft zubereitet und obwohl das Fleisch dünner war, als sie es bisher gewohnt war, machte sie sich darüber keine Sorgen. Musste sie auch nicht, denn Profikoch Mario Kotaska schwärmte später in höchsten Tönen: „Das ist super saftig, super knusprig.“ Stüring zog mit den beiden Kandidaten Hanns-Georg Wolff und Annika Hermenau ins Halbfinale ein, für Student Sebastian Schätzle war dagegen Schluss.

„Deftige Hausmannskost“ war das Motto des zweiten Tages. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stüring die Kameras um sich herum längst vergessen. „Beim Kochen bin ich im Tunnel – da blende ich das schnell aus.“ Die Mulsmhornerin hatte sich ein Rezept für Käsespätzle mit Putenschnitzel und Gurkensalat bereitgelegt.

Ein Menü, das Juror und Fernsehkoch Martin Baudrexel schon vor dem Probieren kritisch betrachtete: „Käsespätzle und Putenschnitzel sind eine ungewöhnliche Kombination, aber ich lerne gerne dazu.“

Am zweiten Tag lief für Stüring nicht alles glatt. Bei der Zubereitung der Spätzle griff sie versehentlich zur falschen Schale Mehl – statt 200 Gramm landeten so nur 50 Gramm in der Schüssel. „Ich habe den Spätzleteig angerührt und sofort gemerkt, dass der viel zu flüssig wird“, so Stüring. Sie versuchte noch, ihren Fehler auszumerzen – doch das misslang. „Ich habe im Topf gesehen, dass die Spätzle zu dünn und weich sind“, so Stüring.

Das Urteil von Profikoch Baudrexel fiel entsprechend hart aus: „Geschmacklich sind die gut, aber die sehen aus wie ein großer Matschhaufen.“ Das Aus für Stüring, die das Finale am dritten Tag vom Publikum aus verfolgen musste. Neid kam dabei nicht auf. „Wir vier Kandidaten hatten ein tolles Verhältnis untereinander. Ich habe mich sehr für Annika gefreut. Sie hat verdient gewonnen.“

Stüring möchte vorerst nicht an den TV-Herd zurückkehren: „Es war eine einmalige Angelegenheit, eine tolle Erfahrung, und ich habe viel gelernt.“ Darüber freuen sich besonders Ehemann Malte und natürlich Söhnchen Mats.

• Die Sendung ist noch bis zum 7. April in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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