Klaas Rathjen referiert bei TGLR-Treffen über Wandel im Fußball - VON MANFRED KRAUSE

Kritische Entwicklung

Mehr als nur kleine Magneten: Klaas Rathjen zeigt den Teilnehmern des TGLR-Treffens an der Taktik-Tafel seine Idee des Offensivspiels. Foto: Krause
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Heeslingen – Die Trainergemeinschaft Landkreis Rotenburg (TGLR) hat ihre 103. Fortbildung im Heeslinger Waldstadion veranstaltet. Ihr Vorsitzender Gerd Rathjen hatte Sohn Klaas Rathjen als Referenten eingeladen. Er legte die Schwerpunkte in der Theorie auf das Thema „Fußball – auch weiterhin ein Players-Game!“. In der Praxis ging es um Leitlinien statt fester Abläufe im Offensivspiel.

Zu seinem Theorie-Thema vertrat der 37-jährige Regionalauswahl-Trainer eine eindeutige Meinung: „Es ist leider in den vergangenen Jahren eine Entwicklung eingetreten, dass sich die Trainer immer wichtiger nehmen. Das macht den Anschein, dass der Fußball immer mehr zum Trainer-, anstatt zum Players-Game wird“, kommentierte Rathjen, der beim Thema Trainingslehre die Prinzipien und Leitlinien in den Vordergrund rückte.

„Klaas hat in seinem Vortrag alles auf den Punkt gebracht. Das Thema ist sehr komplex und wird in einer Stunde zur Herausforderung“, bemerkte Harald Rehorst, Coach aus dem Kreis Verden.

Die ambitionierten Niedersachsenliga-Fußballer des JFV A/O/B/H/Heeslingen standen im Anschluss als Probanden zur Verfügung und stellten sich den Aufgaben von Klaas Rathjen. „Ich finde es spannend, dass wir vor den Trainern auf der Tribüne die Praxis-Einheit machen dürfen“, unterstrich Stürmer Eren Badur. Da waren zunächst Passfolgen angesagt, wo unter anderem individuelle Vorgaben erfüllt werden mussten. „Die Übungen waren gut und unsere Jungs konzentriert sowie mit viel Spaß dabei“, so U 19-Co-Trainer André Kienath.

In den Spielformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten stand im weiteren Verlauf unter anderem ein Sechs-gegen-Sechs plus vier neutrale Spieler im Schlauch auf dem Plan. „Klaas ist super gut vorbereitet, macht die erforderlichen Ansagen in Sachen Korrektur und findet einen guten Konsens mit den Spielern“, lobte Trainer Uwe Erkenbrecher, der sich einen Logenplatz neben Benjamin Duray gesichert hatte.

Die beiden schauten dem Treiben auf dem Rasen zu, diskutierten und zeigten sich dabei auch kritisch. „Die Anzahl der Spieler ist zu groß, die laufen sich ständig die Räume zu. Da würde ich die Rahmenbedingungen verändern“, fand Erkenbrecher in Bezug auf die Spielform.

Nach dem Abpfiff der Übung suchte Rathjen den Austausch mit den Kollegen und sprach genau das an, was Ex-Profi Erkenbrecher moniert hatte. „Ich hätte das Feld größer machen können, war aber zu faul“, erklärte der A-Lizenz-Inhaber mit einem Schmunzeln. Stattdessen reduzierte er die Spieleranzahl und kam zum gewünschten Effekt.

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