Johannes Stephens, Geschäftsführer der Hospiz Zum Guten Hirten GmbH

„Viele private Pläne auf Eis“

Johannes Stephens.
 ©Foto: Thorsten Finner

Johannes Stephens, Geschäftsführer der Hospiz Zum Guten Hirten GmbH, fiebert der Eröffnung am 1. Juni entgegen. Außerdem hofft er darauf, bald wieder Fußball im Weserstadion live zu erleben.

In wieweit hat das Coronavirus Ihre Arbeit verändert?

Corona hat ja im Grunde alles verändert für uns als soziale Organisation und besonders für die Menschen, welche wir betreuen und unterstützen. Mit Beginn der Corona-Pandemie geriet alles andere aus dem Blick: die Kriege im Nahen Osten und in Afrika, das Elend der Flüchtlinge vor den Grenzen Europas, die Klimakatastrophe, die Lage der Obdachlosen und drogenabhängigen Menschen in den deutschen Städten, Lebensbedingungen und Integration von geflüchteten Menschen und viele weitere soziale Randgruppen waren von jetzt auf gleich kein Thema mehr. Es gab nur noch die Berichterstattung zur Pandemie und im Supermarkt wurde um jede Rolle Toilettenpapier gekämpft. Medial wurde der Krieg gegen Corona ausgerufen und die Gesellschaft wurde eingeteilt in „Risikogruppen“ und „Nicht-Risikogruppen“ sowie in „Infizierte“ und „(noch) nicht Infizierte“.

Welche positiven Aspekte sehen Sie?

Corona hat der Gesellschaft vor Augen geführt, wie zerbrechlich doch alles ist. Auf einmal gab es jedoch wieder eine Fokussierung auf die eigene Familie und auf das, was wirklich zählt.

Was planen Sie für das kommende Jahr?

Tatsächlich liegen aktuell viele private Planungen auf Eis. Ich freue mich jedoch darauf, dass wir am 1. Juni 2021 das neue stationäre Hospiz eröffnen werden. Dies ist fest eingeplant.

Worauf freuen Sie sich nach der Rückkehr zur Normalität am meisten, und wieso?

Ich freue mich besonders auf einen Besuch im Weserstadion beim SV Werder Bremen, sowie auf die Breminale im Sommer am Osterdeich. Gemeinschaft – gute Livemusik – draußen bei Sonnenschein. Das wird toll.

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