Host-Town-Programm für die Special Olympics kann starten

Die Portugiesen kommen

Tobias Harms, Torsten Oestmann und Holger Bahrenburg freuen sich auf das Gastspiel der Portugiesen vor den Special Olympics in Rotenburg und Sottrum. Foto: Menker
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Rotenburg – Zum ersten Mal gehen die Special Olympics World Games im kommenden Jahr in Deutschland über die Bühne. Mehr als 7 000 Athleten aus 190 Ländern gehen vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin an den Start. 26 Sportarten stehen in der Bundeshauptstadt auf dem Programm. Eine Entscheidung ist bereits jetzt gefallen: Rotenburg und Sottrum werden im Rahmen des Host-Town-Programms der Spiele vom 12. bis 15. Juni eine rund 60-köpfige Delegation aus Portugal begrüßen und beherbergen. Das haben der Rotenburger Bürgermeister Torsten Oestmann und sein Sottrumer Amtskollege Holger Bahrenburg am Dienstag bekannt gegeben.

Zusammen hatten sich die beiden Kommunen im vergangenen Jahr für das Programm beworben. Die Initiative dafür war von Volker Heinze vom TV Sottrum ausgegangen. Ziel des Programms ist es, den Sportlern und den weiteren Delegationsmitgliedern die Möglichkeit zu bieten, im Vorfeld der Special Olympics World Games Land und Leute kennenzulernen, sich in Deutschland zu akklimatisieren und letzte Trainingseinheiten durchzuführen.

Die Special Olympics World Games gelten als die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. Tausende Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung treten miteinander in 26 Sportarten und zwei Demonstrationssportarten an. „Rotenburg als heimliche Hauptstadt der niedersächsischen Diakonie ist prädestiniert dafür, sich an diesem Host-Town-Programm zu beteiligen“, sagt Torsten Oestmann.

Zusammen mit Oestmann freut sich auch Holger Bahrenburg über den Zuschlag sowie auf die Gäste aus Portugal. „Wir wollen mit diesem Programm ein Feuer entfachen. Die Leute bei uns sollen die Veranstaltung in Berlin wahrnehmen. Vielleicht werden wir auch für eine entsprechende Beflaggung sorgen.“ Dennoch: Für den Aufenthalt der Gäste sei es wichtig, eine gute Balance zu finden. Es gehe darum, dass Gästeprogramm in Einklang mit den Trainingsbedürfnissen der Sportler zu bringen. Oestmann: „Wir dürfen also das Programm nicht überfrachten.“

Die Würfel sind gefallen, aber damit allein ist es nicht getan. Die organisatorischen Fäden laufen in erster Linie bei Tobis Harms im Rotenburger Rathaus zusammen. Damit wird er in den kommenden 390 Tagen noch reichlich zu tun haben, aber auch er freut sich über diese Aufgabe und das bevorstehende Gastspiel. „Schön ist es, dass wir so viele Partner haben, die mit an Bord sind“, sagt er.

Zu tun gibt es noch eine ganze Menge: Bis Ende August müssen die Samtgemeinde Sottrum sowie die Stadt Rotenburg melden, wo und wie sie die Gäste unterbringen möchte. „Die Jugendherberge ist eine Option“, erklärt Harms. Was in Sottrum möglich ist, sei noch zu klären, fügt Bahrenburg hinzu: „Da liegt noch einiges im Nebel.“ Viel hänge letztendlich auch von der Zusammensetzung der portugiesischen Delegation ab. Fakt ist: Barrierefreiheit muss auf der ganzen Linie gegeben sein. Bahrenburg zeigt sich allerdings recht optimistisch, in den kommenden Monaten eine gute Lösung zu finden. Das gelte für die Bereitstellung der Trainingsmöglichkeiten. Das Freibad für die Schwimmer, aber auch die Sporthallen und -plätze in der Samtgemeinde böten beste Voraussetzungen. Der Samtgemeindebürgermeister: „Das Ganze ist eine große Nummer für unsere Region.“

Sein Amtskollege aus der Kreisstadt erinnert zwar an das Gastspiel der Fußball-Nationalmannschaft von Trinidad & Tobago während der Fußball-WM 2006 in Rotenburg, aber er weiß auch, dass das noch einmal eine ganze andere Größenordnung hatte. Dennoch: Sottrum und Rotenburg wollen gute Gastgeber sein und sich entsprechend vorbereiten. Die Arbeitsgruppe tagt bereits am kommenden Dienstag wieder, um sich mit der Programmplanung sowie mit der Verpflegung und Unterbringung der Gäste zu befassen. Grundlage dafür sind Online-Schulungen und Informationen vom Landesverband. Dazu gibt es für das komplette Programm klare Vorgaben, die für alle 190 Host Towns in ganz Deutschland gelten, betont Tobias Harms im Gespräch mit der Kreiszeitung. Die sportliche Zusammensetzung der Delegation erfahren die Gastgeber erst Anfang 2023. 

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