Hospiz eröffnet am 1. Juni

Endspurt auf der Baustelle

Johannes Stephens (von links), Gero von Maydell, Sandra Köbe, Alexander Plaumann und Henning Peters besuchen die Baustelle u2013 bald wird das Hospiz eröffnet.
 ©Foto: Judith Tausendfreund

Rotenburg (jt). Das Bauvorhaben am Therkornsberg in Rotenburg macht Fortschritte. „Am 1. Juni werden wir unser Hospiz eröffnen. Vielleicht werden wir auch schon etwas früher fertig“, sagte Johannes Stephens, Geschäftsführer des Hospiz Zum Guten Hirten gGmbH. In der kommenden Woche soll bereits die Inneneinrichtung geliefert werden, der noch anzulegende Psalmgarten ist bereits in Planung.

„Wir haben das Personal nun zusammen“, berichtete Stephens anlässlich einer Spendenübergabe vor Ort. Auch einige ehrenamtliche Kräfte hätten sich bereits gemeldet, es dürften sich aber gerne noch weitere Helfer melden. Denn wenn das Hospiz steht, soll zum Beispiel täglich frisch gekocht werden, auch Kuchen soll gebacken werden.

Das angestellte Pflegefachkräfteteam bietet eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an. „Wir wollen ganz individuell auf unsere Gäste eingehen können“, betonte der Geschäftsführer. Die Zimmer sind mit Terrassen ausgestattet, ein Platz an der Sonne mit Blick auf den Garten ist sichergestellt. Das Außengelände beträgt etwa 5.000 Quadratmeter, im Haus selber werden 1.000 Quadratmeter Wohnfläche belebt werden. Eine große Gemeinschaftsküche ist geplant, große und barrierefreie Dusch-Bäder sind ebenfalls vorgesehen.

Technisch wird der Bau nach dem neuesten Standard errichtet, Wärmepumpen sorgen für sparsames Heizen, W-Lan wird eingerichtet und mit der Klingelanlage kann jederzeit Hilfe gerufen werden. Etwa vier Millionen Kosten entstehen durch den Bau, finanziert werden diese vom Diakonissen-Mutterhaus. Die gGmbH rechnet zudem mit 1,5 Millionen Euro Betriebskosten pro Jahr. 85 Prozent dieser Kosten sind Personalkosten. 95 Prozent davon werden durch die Krankenkassen refinanziert. Fünf Prozent müssen jedoch durch Spenden aufgebracht werden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das erreichen“, so Stephens.

„Wir wollen einen Tag der offenen Tür anbieten, doch die Umsetzung wird vom aktuellen Corona-Geschehen abhängig sein“, ergänzte Hospizleiterin Sandra Köbe vor Ort. Sie habe schon viele Anfragen nach den Hospizplätzen erhalten, „aber noch sind nicht alle Plätze vergeben“, so die Leiterin.

Bei Interesse sollten sich die Interessierten an ihren behandelnden Arzt wenden. Die Einrichtung richtet sich vor allem an Menschen im Umkreis von etwa 50 Kilometern. „Wir wissen, dass alle Hospize lange Wartelisten haben“, so Stephens. Insgesamt neun Plätze wird es im Haus geben, zusätzlich ein Angehörigenzimmer. Besucher nutzen die 21 Parkplätze. Wer dort mit seinem Wohnmobil übernachten will, kann die Stromversorgung nutzen. Um das Projekt zu unterstützen, überreichten einige Vertreter der „Versicherer im Raum der Kirchen“ einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Filialdirektor Alexander Plaumann betonte, dass sie damit ein Zeichen setzen wollen. „Wir wollen Impulse geben und anregen“, so Plaumann, der von Gero von Maydell, Agenturleiter Rotenburg und Organisationsdirektor Henning Peters begleitet wurde.

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