Frühlingsolympiade an der Rotenburger Stadtschule - Von Dennis Bartz

Perfekte Balance

Balancieren ist für Leni kein Problem u2013 mit sicheren Schritten meistert sie den Schwebebalken.
 ©Fotos: Dennis Bartz

Rotenburg. Wenn die Kindergartenzeit endet, beginnt der Ernst des Lebens. Das hören angehende Abc-Schützen oft. Manch einem Kind mag bei diesem Gedanken Angst und Bange werden. Dass dies unbegründet ist und es in der Grundschule nicht immer nur um Lernen, Klassenarbeiten und Hausaufgaben geht, beweist Jahr für Jahr die Frühlingsolympiade der Rotenburger Stadtschule in Kooperation mit den Auszubildenden sozialpädagogischen Assistenten der BBS Rotenburg.

Am Mittwochvormittag verwandelte sich die Adolf-Rinck-Turnhalle in einen bunten Spiel- und Sportpark. An zwölf kunterbunt geschmückten Stationen mussten die 90 Kinder ihr Geschick beweisen und lernten nebenbei ihre künftigen Klassenkameraden und mit Claudia Goldschmidt und Kathrin Holsten die ersten Lehrerinnen kennen. „Viele von ihnen werden im Sommer hier eingeschult“, betont Goldschmidt, für die die Frühlingsspiele aus diesem Grund immer etwas Besonderes sind.

Von örtlichen und umliegenden Kindergärten waren die kleinen Olympioniken angereist: Das Haus für Kinder, die Kinderarche, die Kindergärten Lindenburg, Lönsweg und Rappelkiste, die Kindertagesstätte Hemphöfen und der Naturkindergarten hatten eine „Delegationen“ geschickt.

Die anfängliche Scheu war schnell vergessen, als die Kinder ihre Stempelkarte in der Hand hielten und damit zur ersten Station stürmten. Die angehenden Sozialassistenten hatten besonders viel Kreativität bewiesen. Passend zum Motto „Fit in den Frühling“ hatten sie die Stationen mit Luftballons und selbst gebastelten Blumen geschmückt. „Wir Auszubildenden haben alle Stationen selbst entwickelt und aufgebaut“, betonte Melina Eggers, die mit Kirsten Intemann und Lara Becker das Organisationsteam bildete. Dabei sei die Sicherheit der Kinder oberste Priorität gewesen.

So ließen die Auszubildenden ihre Schützlinge natürlich nicht alleine Schaukeln, Balancieren und Rutschen – an jeder Station erklärten sie ihnen vorab genau, was zu tun ist. Weil es nicht um Zeiten, Siege und Rekorde ging, konnten sich alle Kinder so viel Zeit lassen, wie sie brauchten, um eine Station zu meistern. Gelang ihnen dies, erhielten sie einen weiteren Stempel auf ihrer Karte.

Die angehenden Sozialassistenten hatten während der Frühlingsolympiade selbst so viel Spaß, dass sie dabei schnell vergaßen, dass sie selbst unter Beobachtung standen. Die beiden BBS-Lehrer Ulf Becker und Hiltrud Wehling notierten akribisch, was gut lief und woran ihre Schüler noch arbeiten müssen. Für das Projekt erhalten die Auszubildenden im Anschluss eine Note.

Und auch die Kinder gingen nicht leer aus. Sie erhielten als Anerkennung eine selbst gebastelte Medaille, jeder Kindergarten als Erinnerung an die Frühlingsspiele zusätzlich zudem eine Urkunde mit Gruppenfoto. Danach verließen die Kinder erschöpft und glücklich die Turnhalle. Für viele von ihnen gibt es bald ein Wiedersehen – bei der Einschulung.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
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