Familienforum Simbav plant Umzug in den Bürgersaal

Mehr Raum für Familien

Viele engagierte Vertreter planen eine große Idee: Ein Familienzentrum entsteht nun im Bürgersaal am Pferdemarkt.
 ©Foto: Judith Tausendfreund

Rotenburg (jt). Mitten in der Kreisstadt liegt der Bürgersaal. Noch ist er mit einem Tanzsaal und einer Gaderobe ausgestattet, auch der Boden wurde einst als tanzbarer Fußboden konzipiert. Der Saal bietet eine Bühne, noch vor dem Saal gibt es einen großen Vorraum – das Haus bietet viel Platz und Möglichkeiten. Diese sollen nun anders genutzt werden.

In den vergangenen Monaten ist eine Idee geboren worden, die nun zum ersten Mal öffentlich vorgestellt wurde: Das Familienforum Simbav, welches seine Arbeit bisher dezentral an unterschiedlichen Örtlichkeiten umsetzt, zieht in den jahrelang kaum genutzten Saal. Der wird somit zum Familienzentrum. Mit diesem Schritt erhalten in Zukunft auch alle Rotenburger Familien eine zentrale Stelle, an die sie sich wenden können.

„Rotenburg braucht ein Familienzentrum“, stellte Michael Burgwald, Leiter der Volkshochschule, zum Auftakt des Treffens fest. Gemeinsam mit dem Familienverein Simbav, vielen Vertretern aus dem Stadtrat, dem TuS Rotenburg und weiteren Netzwerkpartnern hatte er sich im Vorraum des Saals eingefunden, um sich an einem Brainstorming zu beteiligen. „Schon jetzt besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Partnern, doch das kann man ausweiten“, stellte Burgwald fest.

Er benannte Themen wie Familienbildung, Eltern mit Migrationshintergrund, Erwachsenenbildung, erweiterte Angebote für Kinder und vieles mehr. Da ging es mal um Erste-Hilfe-Angebote, um Deutschkurse, um Bildungsideen. Die Zusammenarbeit laufe schon seit 2014 und sei sehr gut. „Wir können und wollen die Arbeit hier unterstützen“, so Burgwald. Auch Bürgermeister Andreas Weber sagte weitere Hilfe zu. „Klasse, dass sich eine solch große Gruppe eingefunden hat“, so Weber. Die bisher entwickelten Ideen zu der ganzen Sache seien eine tolle Leistung. „Aus dem Bürgersaal soll wieder etwas werden“ und „die Zuschüsse, die wir bisher geben konnten, sollten wir möglichst weiterhin leisten“, führte er aus. Als weiterer Förderer war Rolf Ludwig vor Ort, seine Stiftung werde sich hier ebenfalls engagieren, betonte er.

„Ich bin gespannt auf die nächsten Monate“, strahlte auch Ina Hellwig, Forumsleiterin bei Simbav. Alle sollen sich in Zukunft einbringen können, „wir wollten das Projekt von Anfang an transparent gestalten“, betonte sie. Auch Antje Jäger, erste Vorsitzende des Vereins, freute sich. Alle Beteiligten hatten schon einige Ideen gesammelt, die nun vor Ort erneut besprochen wurden. So wird aus der ehemaligen Künstlergarderobe ein Kreativsaal. Eine Küche wird eingerichtet, die vielen Räume werden die Möglichkeit bieten, parallele Angebote umzusetzen.

An ein Frühstückstreff wird gedacht, „wir werden hier einfach viel mehr Möglichkeiten haben“, so Gesine Griephan, zweite Vereinsvorsitzende. Bislang habe es ein solches, niederschwelliges Angebot in der Stadt nicht gegeben, „Rotenburg hat einen zentralen Anlaufstelle für Familien verdient“.

Theoretisch können die Initiatoren direkt loslegen, allerdings sollen erst noch einige Renovierungsarbeiten umgesetzt werden.

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