Einrichtungen ermöglichen facettenreichen Blick auf den Reformator - Von Karen Bennecke

Luthermonat Mai

Andreas Weber (von links), Michael Burgwald, Dorothee Gräf, Susanne Briese, Susanne Schenck-Nekarda und Peter Handrich freuen sich auf den Luthermonat. Foto: Karen Bennecke
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Rotenburg. Luther kommt am 2. Mai nach Rotenburg – nicht in Person, aber auf Porträts und Skulpturen des angesehenen Berliner Künstlers Harald Birck. Inspiriert durch die Lutherstatue aus Bronze, die er 2010 für das Lutherhotel in Wittenberg schuf, näherte sich Birck in den folgenden Jahren dem Menschen Luther mit verschiedensten künstlerischen Mitteln.

Dem „Arbeitskreis Luther“ ist es gelungen, seine beeindruckende Wanderausstellung „Bilder von Luther“ im Mai nach Rotenburg zu holen. Die Ausstellung bildet den Rahmen für eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die sich vom 2. Mai bis 1. Juni auf unterschiedlichste Weise mit dem berühmten Reformator befassen.

Die Veranstaltergemeinschaft – bestehend aus Kirchenkreis, Stadt, Volkshochschule, Rotenburger Werken, Kaufhaus Karo und Diakonissenmutterhaus – hat das vielseitige Programm gemeinsam organisiert, koordiniert und finanziert. „Die Lutherausstellung ist ein Baustein und Herzstück des Kirchenkreis-Jahresprogramms zum Reformationsjubiläum“, erklärt Superintendentin Susanne Briese und egänzt: „Das Ausstellungsprogramm umfasst neben der historischen Dimension der Reformation auch die Liebesgeschichte zwischen Martin Luther und Katharina von Bora, außerdem eine internationale, multikulturelle Auseinandersetzung mit den Themen der Reformation.“ Für Bürgermeister Andreas Weber ist die Ausstellung „eine einmalige Chance, etwas über Luther zu erfahren und unterschiedliche Sichtweisen auf ihn und sein Lebenswerk kennenzulernen“. Den Auftakt zu diesem besonderen Rotenburger Luthermonat bildet die Ausstellungseröffnung am Dienstag, 2. Mai, ab 18 Uhr im Rathaus, bei der der Künstler anwesend sein und durch sein Werk führen wird. Weitere Ausstellungsorte sind das Foyer des Kantor-Helmke-Hauses und das Kaufhaus Karo. Am Montag, 8. Mai, um 19.30 Uhr beleuchtet Kunsthistorikerin Frauke Reinke-Wöhl im Kantor-Helmke-Haus in „Die Auswirkungen der Reformation auf die Kunst“ die künstlerischen Neuausrichtungen, die durch Luthers Bewegung ausgelöst wurden. Der Eintritt kostet fünf Euro. Auch in der deutschen Sprache hat der Reformator Spuren hinterlassen – damit befasst sich Pastor Peter Handrich am Mittwoch, 10. Mai, ab 19 Uhr in der Kirche Zum Guten Hirten. Sein Vortrag „Kein Licht unterm Eimer“ sei ein „nicht immer ganz ernster“ Blick auf Luthers Einfluss auf die deutsche Sprache und die teils seltsamen Blüten, die die verschiedenen Revisionen seiner Bibelübersetzung hervorgebracht hätten, so Handrich. Stephan Orth nehme mit seinem Akkordeon außerdem noch Luthers Liedgut aufs Korn. Dazu soll es eine kleine Stärkung aus Luthers Heimat geben – Thüringer Bier, Senf, Wein und Würstchen. „Luther war ein Blogger“ ist die kühne Theorie, die der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Sebastian Schnoy dem Rotenburger Publikum am Mittwoch, 17. Mai, ab 20 Uhr im Auditorium des Kantor-Helmke-Hauses vorstellen wird. Schnoys Soloprogramm sei „auch für Katholiken und Atheisten ein Heidenspaß,“ verrät Michael Burgwald, Leiter der Volkshochschule. Eintrittskarten zu zwölf Euro sind im Vorverkauf in der VHS-Geschäftsstelle und im Info-Büro der Stadt erhältlich. Einen Überblick über die neueste Literatur zum Thema Reformation gibt Cornelia Mansfeld am Freitag, 19. Mai, ab 19 Uhr in der Buchhandlung Müller in der Goethestraße. Die Jugendwerkstatt übernimmt das Catering, Kostenbeitrag ist vier Euro. Da der Platz in der Buchhandlung begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter Telefon 04261/2822 erforderlich. Die aus unterschiedlichen Kulturen stammenden Teilnehmer der Jugendwerkstatt haben sich seit geraumer Zeit mit der Reformation auseinandergesetzt und präsentieren am Mittwoch, 24. Mai, ab 15 Uhr im Kaufhaus Karo ihre Ergebnisse. Gleich anschließend um 16 Uhr wird es romantisch im Kaufhaus Karo: Fabian Vogt beschreibt in seinem Buch „Wenn Engel lachen“ auf humorvolle Art die Liebesgeschichte von Luther und Katharina von Bora. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am Donnerstag, 1. Juni, ab 19 Uhr ein Konzert in der Stadtkirche: Das Duo Zia hat Luthers Kompositionen mit Flügelhorn und Orgel frisch arrangiert und geht mit Sprechlyriker Temye Tesfu der Frage auf den Grund, ob Musik und Sprache des berühmten Augustinermönchs uns heute noch etwas zu sagen haben. Der Eintritt kostet zehn Euro. Flyer mit Informationen zur Ausstellung und allen Veranstaltungen sind an vielen Stellen in der Stadt ausgelegt. „Das Programm bietet einen facettenreichen Blick auf Luther und die Reformation,“ so Briese. „Es lohnt sich, alle Termine im Kalender zu notieren.“

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