Dirk Schenkenberg ist Jubiläumskönig des Schützenkorps - Von Wilfried Adelmann

Der Wildschütze macht‘s

Der "Wildschütze" Dirk Schenkenberg (Bildmitte) umgeben von seinem Königshaus mit Kinderkönig Bennet Pfeifer. Fotos: Wilfried Adelmann
 ©Wilfried Adelmann

Rotenburg. Dirk Schenkenberg ist der neue Schützenkönig des Schützenkorps Rotenburg – und er geht damit auf besondere Art in die Geschichtsbücher ein. Denn es war das Schützenfest zum 200-jährigen Bestehen des Korps.

Die Spannung war zu spüren, als von Ferne die Klänge der Spielmannszüge Lilienthal/Falkenberg und Waffensen zur Schützenhalle „Am Ahe Wald“ hallten. Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber war extra mit dem Fahrrad zum Schützenplatz gekommen: „Schließlich bin ich selbst aktives Mitglied im Schützenkorps“, teilte er stolz mit.

Als das Pfeifen und Trommeln langsam lauter wurde, kamen schließlich die ersten Schützen. Von Pauken und Flöten begleitet marschierten sie im Gleichschritt die eichenbewachsene Königsallee entlang zum Schützenplatz. Auf dem Krönungshügel proklamieren sie seit 200 Jahren ihre Könige. Lediglich in den Jahren des Ersten und Zweiten Weltkrieges setzte die Tradition aus.

In strahlendem Weiß marschieren die Mitglieder des Schützenkorps, denn wegen der hohen Temperaturen durften sie ihre grünen Jacken frühzeitig ablegen.

Hans-Hinrichs Bruns, lang gedienter Kommandeur der Truppe, begann ohne große Umschweife mit der Verkündigung der Medaillengewinner. Die Spannung wuchs, als Bruns danach alle Teilnehmer des Königsschießens nach vorne rief. Einige ahnten aber wohl schon, dass es es nicht gereicht haben könnte und schienen wenig überrascht, als Bruns sie zurück ins Glied schickte. Drei Anwärter auf den Thron bleiben übrig. Kurz darauf stand fest: Dirk Schenkenberg ist neuer Schützenkönig des Schützenkorps Rotenburg und trägt den Namen „Dirk der Wildschütze“. Schenkenberg erhielt die Insignien der Macht und lauschte gespannt, als nach ihm Bennet Pfeifer zum neuer Jungschützenkönig ernannt wurde.

Umgeben von ihren Ehrendamen durften sich die Majestäten dann zurückziehen, um ihren Pflichten als Repräsentanten des Schützenvereins nachzukommen. Nachdem dem obligatorischen Gruppenfoto gestand Schenkenberg, dass er nicht mit dem Titel gerechnet hatte: „Ich habe mich auf einen freien Platz gestellt, locker auf die Scheibe angelegt und geschossen.“ Dass er damit zum zweiten Mal Schützenkönig geworden war, habe ihn „total überrascht“. Der 52-jährige passionierte Jäger berichtete weiter, dass es ihn freue, dass die Resonanz der Rotenburger Bevölkerung so positiv war. Schenkenberg repräsentiert den Verein bereits beim Kreisschützenfest am Samstag, 11. August.

Bei sommerlichem Wetter klang das Schützenfest aus. Der Waffenser Spielmannzug spielte seine Märsche, gefolgt vom Spielmannzug aus Lilienthal/Falkenberg. Dazu war fröhliches Kindergeschrei zu hören.

Auf der Hüpfburg und im Kinderkarussell vergnügten sich die jungen Besucher. Die Freiwillige Feuerwehr hatte zudem einen Wasser-Spritzen-Parcours aufgebaut, der sehr gefragt war.

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