David Bush stellt bis Ende Juli Fotografien im Haake-Meyer aus

Ein halbes Jahrhundert im Bild

Die Werke von David Bush sind bis Ende des Monats im Haake-Meyer zu sehen.
 © Foto: Sünje Lou00ebs

Rotenburg (sl). Ganz nah wollte David Bush seinem Motiv immer kommen. Zumeist sind es Menschen, die der heute 76-Jährige im Laufe seines Fotografenlebens abgelichtet hat. Ungeschönt und doch voller Ästhetik, immer spontan und echt, nie hat er irgendwelche Motive gestellt, sondern stets den Augenblick eingefangen. Er hat sein Fotoalbum geöffnet und stellt noch bis Ende Juli seine Werke im Haake-Meyer in Rotenburg aus.

„Heute geht meine künstlerische Arbeit nicht mehr so leicht wegen des Datenschutzes“, erklärt Bush und erläutert. „Heute muss ich jeden fragen, bevor ich ihn ablichte.“

Seine Fotos sind Zeugnisse eines halben Jahrhunderts Geschichte der westlichen Welt. Los geht es Ende der 1960er-Jahre mit einer Dokumentation über Drogensüchtige in London. Frisch von der Universität, hat der junge Mann Probleme, seine Bilder an Zeitungen oder Magazine zu verkaufen, es gibt zu viel Konkurrenz. Dann erhält er den entscheidenden Tipp, dass eine Reportage besser zu verkaufen ist. Der junge Mann stürzt sich in die Arbeit, lebt mit den Abhängigen auf der Straße und erhält so einmalige Einblicke, die die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf das Thema lenken. Die Reportage ist der Anfang einer aufregenden und abwechslungsreichen Karriere, die Bush durch die ganze Welt führt. London, Paris, New York, überall unterwegs und immer die Kamera griffbereit, prägt er das Bild, das sich die Menschen von der Welt machen.

Schließlich landete er in Hamburg und verliebt sich dort. Die Liebe ist es, die ihn bereits in den 1980er-Jahren nach Rotenburg lockt, wo er noch heute lebt.

17.09.2020

Sponsorenlauf Ahausen

26.08.2020

Kinder machen Theater

13.07.2020

In Krieg und Frieden

03.07.2020

Kettensäge und Kreativität