Auch im Jubiläumsjahr hat das Mehrgenerationenhaus viel vor - Von Björn Blaak

Lernen, helfen und erfahren

Manuela Thies (links) und Ilka Holsten-Poppe sehen dem Jubiläumsjahr optimistisch entgegen Foto: Blaak
 ©Rotenburger Rundschau

Waffensen. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Waffensen möchte auch im Jubiläumsjahr - das MGH feiert 2015 seinen zehnten Geburtstag - wieder für alle da sein, egal ob jung, alt, gesund oder krank, deutsch oder aus irgendeinem anderen Teil der Welt stammend. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Einrichtung nimmt sich ihrer auch in diesem Jahr an und bietet Aktivitäten für nahezu jedes Alter an

„Das ist ein Apfel“, sagt Adam Ahmed von der Elfenbeinküste auf deutsch und freut sich, dass Tanja Rehbock bestätigend nickt. Rehbock unterrichtet die Flüchtlinge aus Somalia, Elfenbeinküste und Sudan. Doch es ist nicht das Lernen alleine, das wichtig ist „Die Männer brauchen auch einen geregelten Tagesablauf“, berichtet Brigitte Mintenbeck, Initiatorin des Sprachkurses. Sie gehört dem Unterstützerkreis für die Sottrumer Tafel an, wo sie die jungen Männer auch kennen lernte. Und so sitzen sie seit Kurzem vier Mal in der Woche zusammen und lernen im MGH Deutsch. Und das ganze nicht nur mithilfe des Obstes, das gerade auf dem Tisch liegt, sondern computergestützt auf dem neuesten Stand der Technik. „Die Sprache ist der Schlüssel“, sagt Mintenbeck. Dieser Sprachkurs ist neu am MGH.Das ist auch eine weitere Idee, die Ilka-Holsten-Poppe, Leiterin des MGH, vorstellte: Sie möchte, gemeinsam mit dem lokalen Bündnis für Familie, Still- und Wickelstationen einrichten. „Wenn Mütter mit Babys oder Kleinkindern unterwegs sind, kommt in der Regel immer irgendwann die Situation, dass Kleinkinder auf die Toilette müssen oder ein ruhiger Ort gesucht wird, um das Baby zu stillen oder zu wickeln“, weiß Holsten-Poppe und fügte an: „Nicht immer kennt oder findet man dann eine Anlaufstelle, die dafür geeignet ist.“ Das soll sich ändern, denn das lokale Bündnis für Familie möchte nun Orte in Sottrum, Rotenburg und Scheeßel ausfindig machen, ausstatten und für Eltern und Kinder kenntlich machen.Alle Interessierten, die diese Idee unterstützen möchten, sind eingeladen, sich am Donnerstag, 15. Januar, ab 10 Uhr im MGH darüber auszutauschen.Familienfreundlichkeit ist für das MGH genauso wie für das lokale Bündnis für Familie eine Herzensangelegenheit. So ist auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Herausforderung, der sie sich verschrieben haben. Aus diesem Grund veranstaltet das Lokale Bündnis für Familie in der Region Rotenburg einen Vortrag zum Thema „Vorteile und Verfahren einer Zertifizierung von Unternehmen als familienfreundlicher Betrieb“.Damit möchte sie Unternehmer informieren, die Vorteile und das Verfahren einer solchen Zertifizierung vorstellen. Außerdem werden bereits zertifizierte Unternehmen über ihre Erfahrungen berichten. Der Vortrag ist gebührenfrei und findet am Dienstag, 20. Januar, ab 16 Uhr im MGH statt.Ebenfalls am 20. Januar gibt es wieder die Möglichkeit, sich für die beliebte Kleider- und Spielzeugbörse „Rund ums Kind“ am Samstag, 28. Februar anzumelden. Wer also etwas zu verkaufen hat, kann sich bereits ab 7 Uhr, registrieren lassen. Infos und Anmeldungen sind möglich unter Telefon 04268/982682 und 04268/561.Ebenfalls im Februar findet im MGH ein Vortrag des Mental- und Persönlichkeitcoaches Ralf Brenner statt. Sein Thema wird sein: „Das Glück des Augenblicks – die verwandelte Kraft für unser Leben“. Brenner ist der Entwickler des Auster-Prinzips. Dabei handele es sich um ein Modell, mit dessen Hilfe Menschen leichter Zugang zu den glücklichen Bestandteilen des Lebens finden können, so Brenner. „Ich kann versprechen, dass praktisch jeder Teilnehmer in irgendeiner Weise von dem Abend profitieren wird“, verspricht der Mentalcoach. Nachprüfen lässt sich das am Mittwoch, 4. Februar ab 19 Uhr.Ab März möchte das MGH der Wegwerfgesellschaft den Kampf ansagen. Denn dann möchte das Mehrgenerationenhaus monatlich ein Reparaturcafé öffnen.Besucher, die elektrische Kleingeräte, beschädigtes Spielzeug, kleinere Holzmöbel oder ähnliches nicht einfach wegschmeißen, sondern reparieren lassen wollen, seien im Reparaturcafé am richtigen Platz. Dort werden dann geschickte Ehrenamtliche ihr Bestes versuchen, den mitgebrachten Gegenständen und ihren Besitzern zu helfen.„Aber Sinn und Zweck im Reparaturcafé ist es auch, dass die Menschen ins Gespräch kommen. Sie sollen ihre Produkte nicht einfach abgeben und nach ein par Stunden repariert wieder abholen, sondern verweilen, Kaffee und Kuchen genießen und die Zeit gemeinsam verbringen“, erklärt Holsten-Poppe. Die Reparaturen sind gebührenfrei, besondere Ersatzteile müssten allerdings selbst besorgt werden.Für die Bewirtung dieser Gäste und auch für das Reparieren der schadhaften Gegenstände sucht das MGH Freiwillige. Bevor das Reparaturcafé eröffnet wird, ist ein Besuch mit den Ehrenamtlichen im MGH in Brinkum-Stuhr geplant. Dort im MGH Schaumlöffel existiert bereits seit mehreren Jahren eine derartige Einrichtung.Weitere Termine im ersten Quartal:- Gemütlicher Kaffeenachmittag unter dem Motto Bingo, Bingo, Bingo am Donnerstag, 15. Januar, ab 15 Uhr- Finissage mit irischer Musik. Die Künstlerin, Anja Fahrenberg, von der in den vergangenen Wochen ein paar Werke aus ihrem „Celtic Circle“ im MGH aushingen, beendet ihre Ausstellung dort. Da sie nicht nur malt, sondern auch musiziert, nutzt sie die Finissage, um Irish Folk zu Gehör zu bringen. Gemeinsam mit ihrem Mann Manolin und Gitarrist Wolfgang Röpnack treten sie bereits seit mehreren Jahren als Gruppe mit dem Namen Moorfolk auf. So auch am kommenden Samstag, 17. Januar, ab 19 Uhr.- Gedächtnistraining „für alle ab 50“, ab Donnerstag, 12. Februar, jeweils donnerstags, von 9.30 bis 10.30 Uhr- Maskentheater Workshop für Kinder ab Freitag, 13. Februar- Jubiläum mit Hoffest zum zehnjährigen Bestehen des MGH in Waffensen am Sonntag, 19. April.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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 bjoern.blaak@rotenburger-rundschau.de

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