Aktion des Diakonischen Werkes für Kinder startet am Montag

Tüten als Hoffnungsträger

Die beiden Psychologen Stefanie Greiner und Benjamin Haase packen die Hoffnungsträger-Tüten und verteilen sie an Familien.
 ©Rotenburger Rundschau

Rotenburg (r/db). Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle des Diakonischen Werkes startet rund um den Kirchhof im Herzen der Stadt die Hoffnungsträger-Aktion für Kinder in Rotenburg.

Die beiden Psychologen Stefanie Greiner und Benjamin Haase berichten, dass sie und ihr Team in den vergangenen Wochen mit vielen Familien über die aktuellen Herausforderungen gesprochen haben. Dabei haben sie erfahren, dass Ratsuchende oftmals verunsichert, manchmal auch ängstlich sind. Durch die weggefallene Kinderbetreuung, durch Einrichtungen und Großeltern zum Teil auch stärker belastet als sonst.

„Seit sieben Wochen schaffen wir es alle, uns an neue Regeln zu halten, damit wir uns und andere nicht anstecken. Viele mussten neu dazulernen und haben kreative Lösungen für den neuen Familienalltag entwickelt. Familien können sehr stolz darauf sein, was sie in den letzten Wochen geschafft haben, auch wenn es sicher nicht leicht ist mit der Ungewissheit und den neuen Regeln zurecht zu kommen“, so Greiner.

Die meisten Kinder, vor allem im Kita- und Grundschulalter, müssen auch in den kommenden Wochen zu Hause bleiben, ohne gewohntes Umfeld, Freunde und Spielplätze. „Umso wichtiger erscheint es, neben allen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, sich auch einzusetzen, Zeichen der Hoffnung zu setzen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“, so Haase: „Unsere ‚Hoffnungsträger‘ sollen genau dazu ein kleiner Beitrag sein“.

Mit den „Hoffnungsträgern“ möchte das Diakonische Werk Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter mutmachende Impulse geben, um auch die kommenden Wochen bestmöglich zu bewältigen und trotz der Herausforderung, die Chancen, die die neue Art von Familienalltag und bieten kann, auch zu nutzen.

Die Hoffnungsträger-Taschen können ab Montag, 4. Mai, aus der „Hoffnungsbox“ vor dem Haus am Kirchhof 12 abgeholt werden. Eine weitere Abholmöglichkeit wird es an den Wochentagen zwischen 9 und 17 Uhr vor der Beratungsstelle geben.

„Wer sich einen ‚Hoffnungsträger‘ mitnimmt, wird ja vielleicht selbst zu einem“, sagen Greiner und Haase. Es sei wichtig, dass sich alle Abholer sich an dieselben Regeln halten wie zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt. Sollten mehrere Familien gleichzeitig vor Ort ankommen, dann sei auf dem Areal am Kirchhof genügend Platz, um die geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Die Mitarbeitenden der Erziehungsberatungsstelle freuen sich, dass sie die Hoffnungsträger-Taschen auch mit kreativen Beiträgen der Kirchenregion Rotenburg und Künstler füllen konnten. Sollte die Aktion auf Resonanz stoßen, dann sind weitere Aktionen geplant. Greiner und Haase freuen sich auf Interessierte, die selbst einen kreativen Beitrag leisten oder kleine Überraschungen spenden möchten.

• Die Evangelische Lebensberatungsstelle des Diakonischen Werkes in der Glockengießer 17 in Rotenburg ist telefonisch unter 04261/63039-60 und per E-Mail an lebensberatung.rotenburg@evlka.de erreichbar.

Autor

Dennis Bartz Dennis Bartz
 04261 / 72 -430
 dennis.bartz@rotenburger-rundschau.de

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