Marion Walpert betreibt den kleinen Pavillon am Bullensee - Von Doris Metternich

„Lottchen“ als Glücksfall

Marion Walpert versorgt die Bullensee-Gäste mit kleinen Erfrischungen.
 ©Doris Metternich

Kirchwalsede / Landkreis Rotenburg. Rechtzeitig zur Einweihung von „Lottchen“ am Bullensee lachte die Sonne vom Himmel, Gäste und Gratulanten waren in Sonntagsstimmung, brachten Blumen und Geschenke, und auch noch ein Ständchen zur Einweihung. Marion Walpert, die das kleine, leuchtend bunte Holzhäuschen von nun an täglich für hungrige Besucher, Wanderer oder Radfahrer öffnet, strahlte und freute sich über den Einfallsreichtum ihrer Besucher. Zur Stärkung der Gäste servierte sie liebevoll zubereitete Häppchen und gekühlte Getränke.

Das machte fast vergessen, dass der kleine Imbiss des Vereins „Lotte am Bullensee“ der erste Vorbote eines umstrittenen Projektes ist. Mit knapper Mehrheit hatte sich der Landkreis für die Reaktivierung des Bullenseepavillons unter Federführung „Lottes“ entschieden. „Lottchen“ funktioniert nun als Testballon und soll die Zeit bis zum großen Umbau des umstrittenen Pavillons überbrücken. Wobei das Projekt von Marion Walpert auf eigenen Füßen steht. Wie es nach der Umbau des großen Pavillions mit ihrem kleinen „Lottchen“ weitergeht, das wird man zum späteren Zeitpunkt sehen, so die Everinghausenerin. „Eine Option ist es, den gastronomischen Bereich des sanierten Pavillons zu betreuen, aber das wird zu besprechen sein, wenn die Zeit gekommen ist.“

Die Sozialberaterin aus Everinghausen wollte sich beruflich neu orientieren, nach dem schweren Job wieder Positives erleben, umfangreiche Fortbildungen im gastronomischen Bereich wurden über ein Vierteljahr absolviert und auf eine Anzeige der Vorsitzenden des Vereins „Lotte am Bullensee“ reagierte sie sofort, so kam der Kontakt zustande. Und die Idee von Marion Walpert, eine kleine Strandbar auf dem Gelände zu eröffnen wurde vom Vorstand des Vereins positiv aufgenommen.

Große Unterstützung bekam Marion Walpert von Freunden und Bekannten – bei dem Kauf des kleinen Holzhauses und dabei, dass die nötigen Elektrogeräte ihren Platz fanden. „Die Küche in dem acht Quadratmeter großen Holzhaus so unterzubringen, dass noch Platz für die Verkaufsartikel bleibt, ist eine logistische Glanzleistung“, erklärt Walpert erfreut. Das Inventar habe sie zum Teil geschenkt bekommen und so nur einen kleineren Teil aus der eigenen Tasche investieren müssen. Wasser und Strom bekommt Lottchen vom großen Pavillon, die Abrechnung mit den Stadtwerken läuft separat. Bis sich die kleine Strandbar etabliert hat, wird sie jeden Tag persönlich für die Besucher da sein. „Kochen ist meine Leidenschaft und das Bewirten von Gästen machen mir große Freude“, so Walpert. Außerdem liebt sie das Wasser, segelt gerne und so ist die Kombination für sie ein Glücksfall.

Bis alle Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind, wird Lottchen mit ihrer kleinen Sonnenterrasse und dem Blick auf den Bullensee gerne hungrige und durstige Gäste versorgen, für die vierbeinigen Freunde der Besucher steht eine Hundebar mit Wasser und Leckerli bereit. Geöffnet hat das „Lottchen“ in den Sommermonaten täglich von 13 bis 18 Uhr. Es gibt kalte Getränke, Spirituosen, Kaffee, Süßigkeiten und zur Mittagszeit hält Walpert eine kleine Mahlzeit bereit, die regionale Produkte aus der Region beinhalten wird. Die aktuellen Tagesangebote können telefonisch erfragt werden. Wenn das Wetter es erlaubt, versorgt sie auch größere Gruppen nach Voranmeldung zum Mittagstisch. Bei Regenwetter bleibt das „Lottchen“ geschlossen.

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