Dyck wendet sich an Modder und Heiligenstadt

Verdener SPD pro Lehrer

(r/as). Der Verdener Ortsverein der SPD hat in einer Sitzung die Mehrarbeitsstunde für Lehrer und andere aktuelle bildungspolitische Themen diskutiert.

Daraus entstand eine Resolution, die der Verdener SPD-Vorsitzende Gerard-Otto Dyck an die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Landtag, Johanne Modder, und an Kultusministerin Frauke Heiligenstadt richtet: „Der SPD Ortsverein Verden fordert die Landesregierung auf, die beschlossene Altersermäßigung für alle Lehrer einzuführen und die Planung einer zusätzlichen Mehrarbeitsstunde für Gymnasiallehrer nicht durchzusetzen. SPD und Grüne haben sich immer für eine bessere Bildungspolitik ausgesprochen. Die Erhöhung der Zahl der Unterrichtsstunden ist kontraproduktiv. Hohe Klassenfrequenzen an den Gymnasien, ständig steigende Anforderungen, auch durch die Auswirkungen bildungspolitischer Maßnahmen, führen zu immer stärkerer Belastung“, heißt es in dem Schreiben. Die Lehrer fordernmehr Raum für ihre pädagogische Arbeit bei einer schwieriger werdenden Schülerklientel, um die geforderte und von allen gewünschte gute Bildungsqualität erreichen zu können. „Die Entscheidungen der Landesregierung führen zu Unruhe und Unmut an den Schulen nicht nur bei Lehrern, sondern auch bei Schülern und Eltern, wie die vielfältigen Protestaktionen zeigen“, schreibt die SPD. Die geplanten Maßnahmen werden zu einem weiteren Rückgang außerschulischer Aktivitäten führen, obwohl deren pädagogischer Nutzen unbestritten ist, mahnen die Sozialdemokraten. Die Konsequenz der Mehrarbeit sei nicht nur das Einsparen von Geld, sondern bedeute durch die damit verhinderte Neueinstellung von Lehrkräften eine kurzsichtige Betrachtungsweise hinsichtlich der Altersverteilung in den Kollegien und Perspektivlosigkeit für Lehramtsstudenten und -anwärter. Die Aussetzung der Altersermäßigung sei ebenfalls ein Schritt in die falsche Richtung, da ältere Lehrkräfte die spezielle berufliche Belastung in diesem Umfang kaum noch verkraften können, sodass das Ziel einer Lebensarbeitszeit bis 67 für die meisten unerreichbar scheint. „Der SPD-Ortsverein Verden unterstützt die nachvollziehbaren Forderungen der Lehrer und fordert die Landesregierung auf, ihre Versprechungen zur Verbesserung der Bildungsqualität konsequent umzusetzen und die Beschlüsse zu Mehrarbeit und Altersermäßigung zurückzunehmen“, so die SPD.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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