Weihnachtsmarkt in Bassens guter Stube

In festlicher Stimmung

In Bassen konnte man das Stöbern nicht lassen. Foto: Elke Keppler-Rosenau
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Bassen (kr). In Bassen ist man der Zeit voraus. In und vor der Scheune von Blocks Huus war bereits Weihnachten. Mehr noch, sogar der Weihnachtsmann kam schon am ersten Advent auf eine Stippvisite vorbei. Die Rentiere hatte er allerdings im Stall gelassen und kam auf einem heißen Ofen angeknattert. Das ist zwar nicht ganz so umweltfreundlich, wie sich von Rentieren ziehen zu lassen, sorgte aber dafür umso mehr für große Augen bei den Kindern.

„Papa, bitte, noch einmal!“ Für die kleine Sophie war das Kinderkarussell auf dem Bassener Weihnachtsmarkt die Offenbarung und ihr Vater zückte mehrmals großzügig das Portemonnaie, um der Kleinen Vergnügen zu bereiten. Sie und andere Kinder konnten nicht genug von den gemütlichen Runden des nostalgischen Fahrgeschäftes bekommen. Das ungemütliche Wetter schien ihnen dabei nichts auszumachen.

An den Buden auf dem Hof, in der Kornscheune und in Blocks Huus ging es recht entspannt zu. Zwar war der Besucherandrang erheblich und Parkplätze waren Mangelware, aber dennoch gab es keine Drängeleien. Die Leute trafen sich, klönten, gaben sich gegenseitig einen Glühwein aus und freuten sich über Geselligkeit im Lichterglanz. “Ist doch immer wieder schön“, meinte Richard Brüns von der Arbeitsgruppe Blocks Huus, die jedes Jahr aktiv daran beteiligt ist, dass der Markt stattfinden kann. Die Blaskapelle Oyten, die sich zum Schutz vor Regen unter dem Schleppdach der Scheune niedergelassen hatte, beeindruckte mit weihnachtlichen Melodien und ließen trotz des Nieselregens musikalische Qualität hören, die beim Publikum gut ankam.

In der Scheune hatte die Malerin Frieda Früchtenicht vom Köbens eine Bildergalerie aufgebaut und präsentierte dörfliche Landschaften und florale Stillleben in verschiedenen Formaten. Selbstgefertigtes Kunsthandwerk, Handarbeiten, von bestickten Decken über gestrickte Socken bis hin zu warmen Mützen und Handschuhen, war alles dabei. Kunstvolle Papierarbeiten, wunderbar als Weihnachtsgeschenke geeignet, Adventsfloristik und selbst gefertigte Weihnachtbaumkugeln wurden nicht nur bestaunt, sondern auch gekauft.

Ganz hoch im Kurs standen die kulinarischen Angebote, für die bei den meisten Besuchern die Küche am ersten Advent kalt geblieben war. „Hier gibt es so viel, da koche ich heute nicht selber“, verriet Helga Mahnken die sich mit ihrem Mann, Sohn und Schwiegertochter nach Bratwurst mit Brötchen auch noch Kaffee und Kuchen gönnte.

Herrliche Düfte von Glühwein und frischen Süßigkeiten schwebten über das ganze Gelände, als der Weihnachtsmann auf seinem knatternden Gefährt vorfuhr.

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