TC Oyten will marode Tennishalle übernehmen / Sponsoren gesucht

Spiel, Satz, Sagehorn

Seit Jahren Zankapfel: die marode Tennishalle im Schwarzen Weg. Während sich der Schützenverein Sagehorn und die Gemeinde Oyten darum streiten, kommt jetzt der TC Oyten daher und will die Halle für seinen Verein erwerben. Foto: Tobias Woelki
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Oyten (woe). Zukunft gestalten, den Verein zukunftssicher aufstellen mit einem ganzjährigen Angebot des Tennissports in der Gemeinde Oyten, einem Schulsport-Tennis und Perspektiven schaffen für die nachfolgenden Generationen, das wünscht der Tennisclub (TC) Oyten. Deshalb stellt sich der Vorstand des Tennisclub Oyten der Aufgabe eines Großprojekts: dem Erwerb und anschließenden grundlegenden Sanierung der Sagehorner Tennishalle in unmittelbarer Nähe der Tennisplätze des TC Oyten.

Die Mitglieder vertrauen ihrem Vorstand voll und ganz. So brandete im Saal des Gasthauses „Zum alten Krug“ Beifall auf dem gut besuchten Jahrestreffen des 270 Mitglieder zählenden Tennisclub Oyten aus, als soeben einstimmig die Versammlung den Vorstand damit beauftragte die Pläne intensiv weiter zu verfolgen, Gespräche mit dem Halleneigentümer sowie der Gemeinde fortzusetzen und mit potenziellen Geldgebern zu verhandeln. Die geschätzten Kosten liegen bei 883.000 Euro. Um das Großprojekt zu realisieren, hat der Club einen Arbeitskreis mit Sascha Erbacher, Frank Wiesenmüller, Rüdiger Klein, Dieter Szczodrowski und Hartmut Schmidt-Klute eingerichtet, die seit Monaten bereits viele Gespräche führten. „Es ist eine einmalige Chance, die vor uns liegt, da wir nicht nur die Attraktivität des Tennisclubs mit dem Ausbau eines ganzjährigen Angebots steigern, sondern zugleich einen Beitrag für den Ortsteil Sagehorn leisten“, erklärte Vorsitzender Sascha Erbacher. Von den drei Tennishallen in der Gemeinde ist nur eine für den Tennisport in jener Halle beim TC Oyten möglich, die aber dem Verein nicht gehört, sondern sich im Privatbesitz befindet. Auf der Suche nach Geldgebern klopfte der Verein bei der Gemeindeverwaltung an, die der Idee offen gegenüber steht. Aber nicht nur bei der Verwaltung klingelten die Tennisspieler, sondern auch beim Schützenverein Sagehorn. Die Tennisspieler bieten den Sagehorner Schützen an, ihr Schützenfest im August in der Tennishalle an den Tennisplätzen zu feiern. Mit diesem Angebot könnte sich auch der Konflikt zwischen der Gemeinde und dem Schützenverein Sagehorn über die Nutzung der Tennishalle am Schützenhaus auflösen.

Der Streit besteht immer noch, der zu verhärteten Fronten und einer frostigen Atmosphäre zwischen Gemeinde und Schützenverein geführt. Jetzt kommt der Tennisclub als unbeteiligter Dritter um die Ecke und legt eine Idee auf den Tisch, die sich der Schützenverein und die Gemeinde interessiert anhörten. „Wir als Tennisclub brauchen nur die Halle und die Umkleiden mit den Duschen. Doch die Anlage hat noch weitere Räume, die Gestaltungsmöglichkeiten für Sagehorn zulassen“, so Erbacher. „Wir wagen uns auch an das Projekt, weil wir der Jugend Freizeitangebote und unseren Mitgliedern gute Bedingungen für den Tennissport anbieten wollen“, erklärte Sascha Erbacher den Mitgliedern. Die bisherigen Gespräche mit der Verwaltung, dem Eigentümer und dem Schützenverein seien „in einer guten Atmosphäre verlaufen“, so Erbacher. Mit dem Eigentümer habe sich der Vorstand bereits verständigt „für eine Probezeit ab Oktober die Betreuung und Verwaltung der Spielzeiten in der Halle zu übernehmen“, schilderte Erbacher. Die Platzbuchung und Abrechnung erfolge künftig online, merkte der Vorsitzende an. Das Projekt stellte Dieter Szczodrowski den Mitgliedern vor. Detailliert listete er den unzufriedenen Ist-Zustand und die notwendigen Arbeiten auf, wobei die grundlegende Sanierung des Daches, des Bodens, der Heizung, der Elektrik und Lichttechnik ein Großteil der Kosten ausmacht. Bei der Finanzierung hofft der Club auf finanzielle Unterstützung der Gemeinde, auf Zuschüsse des Landessportbundes, des Landkreises, auf gönnerhafte Sponsoren und anderweitiger Erlöse. Bisher ist der Tennisclub schuldenfrei. „Wenn wir das Projekt anfassen, verschulden wir uns als Verein. Aber eines ist auch klar: Unsere Beiträge bleiben stabil“, betonte Erbacher. Jetzt liegt der Ball bei der Oytener Kommunalpolitik, die in der November-Sitzung des Gemeinderates das Projekt berät.

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